SPÖ will ein Öffi-Ticket für Jugendliche in ganz Österreich

Verkehrsminister Jörg Leichtfried und Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich (SJÖ), fordern ein leistbares Öffi-Ticket für alle bis 26 Jahre, das in ganz Österreich gelten soll.  

Eine Netzkarte soll für Zug, U-Bahn, Bus und Straßenbahn in ganz Österreich gelten. „Unsere Jugendlichen sind quer durch Österreich unterwegs. Sie haben das Recht darauf, mit den Öffis zu einem leistbaren Preis von ihrem Heimatort in die Schule, in die Arbeit oder zur Universität zu kommen und in ihrer Freizeit zu Sport und Freunden zu fahren. Darum braucht es ein Jugendticket für alle Öffis in ganz Österreich“, sagt Leichtfried. „Schnelle und einfache Mobilität darf nicht vom Geldbörserl der Eltern abhängen und der Praktikums- oder Studienplatz nicht am Ticketpreis scheitern. Leistbare Mobilität bedeutet gerade heute für junge Menschen ein Mehr an Freiheit“, betont Herr.

Schluss mit Kompetenz-Wirrwarr: Zentrale Stelle für Jugendmobilität gefordert

Die Zuständigkeit für Öffi-Tickets für Jugendliche ist derzeit verteilt auf Verkehrsverbünde, Länder und verschiedene Ministerien. Leichtfried will Schluss machen mit dem „Kompetenz-Wirrwarr“. So existieren sieben unterschiedliche regionale Jugendtickets österreichweit. Während etwa Jugendliche in Oberösterreich und im Verkehrsverbund Ostregion (Burgenland, Niederösterreich und Wien) 60 Euro jährlich bezahlen, kostet das Top-Ticket in Salzburg 96 Euro und in Kärnten 103 Euro. Künftig soll eine zentrale Stelle auf Bundesebene alle Agenden zur Jugendmobilität koordinieren und umsetzen. Herr kritisiert, dass unter der zuständigen Ministerin Karmasin nichts weitergegangen ist in diesem Bereich: „Es wäre in den letzten vier Jahren an ihr gelegen, eine bundesweit einheitliche Regelung zu finden.“