Anhaltender Rückgang der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitsmarktlage hat sich im August weiter entspannt. Mit einem Plus von 2,1 Prozent wurde ein neuer Höchststand von 3.734.000 Beschäftigten verzeichnet. Auch bei den offenen Stellen zeigt sich mit 43,5 Prozent ein kräftiger Zuwachs.

Am stärksten ist die Arbeitslosigkeit wiederholt bei Jugendlichen gesunken (minus 14,6 Prozent), die Zahl der offenen Lehrstellen erhöhte sich mit 1.246 (plus 28%) deutlich. Für Sozialminister Alois Stöger zeigt die positive Entwicklung für Jugendliche dass die Arbeitsmarktinitiativen in diesem Bereich wirken. „Mit der neuen Ausbildungspflicht bis 18 stellen wir jetzt sicher, dass alle Jugendlichen eine Ausbildung machen, die über das Pflichtschulniveau hinausgeht. Das wird ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt massiv verbessern.“

Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern rückläufig

Prozentuell konnte Tirol im August das größte Minus verzeichnen (-12,9%), in absoluten Zahlen gemessen fiel der Rückgang in Wien mit 5.213 weniger Arbeitslosen am stärksten aus. Auch in der Steiermark (-8,4%), in Kärnten (-8,0%) und im Burgenland (-6,6%) machen sich die sinkenden Arbeitslosenzahlen deutlich bemerkbar. Bei Männern sinkt die Arbeitslosigkeit besonders stark (-6,8%), bei Frauen zeigt sich mit einem Minus von 4,1 Prozent ebenfalls ein deutlicher Rückgang. Die Zahl der Arbeitssuchenden geht aktuell sowohl bei InländerInnen (-5,7%) als auch bei Personen ohne österreichischen Pass (-5,1%) weiter zurück.

Rückgang über alle Branchen hinweg

Die positive Trendwende am Arbeitsmarkt macht sich in allen Branchen bemerkbar. Im August ist die Arbeitslosigkeit in den Sparten Bau (-10,1%), Herstellung von Waren (-8,6%), Tourismus (-8,5%), Handel (-7%) und Arbeitskräfteüberlassung (-4,8%) deutlich gesunken. Im Gesundheits- und Sozialwesen konnte der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit der Vormonate gänzlich eingebremst werden (+0,0%).

Trendwende für ältere Arbeitslose schaffen

Für die Generation 50+ gestaltet sich die Situation am Arbeitsmarkt weiterhin schwierig. Genau hier setzt die Aktion 20.000 an, mit der ältere Langzeitarbeitslose Jobs bei Gemeinden oder gemeinnützigen Organisationen bekommen sollen. Klares Ziel der Aktion ist, die Langzeitarbeitslosigkeit in der Generation 50+ zu halbieren. „In den Modellregionen in allen Bundesländern ist die Aktion 20.000 bereits sehr erfolgreich angelaufen“, so Stöger. Ab 1. Jänner 2018 wird die Aktion flächendeckend umgesetzt, um den Betroffenen eine echte Perspektive zu geben. Für Stöger ist klar: „Die Aktion 20.000 wird in Österreich dringend gebraucht. Der Aufschwung muss bei allen ankommen.“