Mehr Frauen in die Technik!

Bei wissenschaftlichen Personal in Forschung und Technik liegt der Frauenanteil bei nur 24 Prozent. Mit sieben Millionen Euro an Förderungen, Informationskampagnen und gezielten Angeboten an junge Frauen soll sich das ändern.

Mehr junge Frauen für Technische Beruf zu begeistern, darum ging es bei einem Pressegespräch mit  Bundesminister Jörg Leichtfried, Bundesministerin Pamela Rendi-Wagner und ÖBB Infrastruktur-Vorständin Silvia Angelo. Nach wie vor sind Mädchen und Frauen in technischen Berufen stark unterrepräsentiert. Fast die Hälfte aller Mädchen wählen nach wie vor die Lehrberufe Frisörin, Verkäuferin oder Bürokauffrau. Bei wissenschaftlichem Personal in Forschung und Technik liegt der Anteil der Frauen nur bei etwa 24 Prozent.

Schon 20.000 Mädchen nahmen am Girls‘ Day des Frauenministeriums teil

   „Wir können nicht früh genug damit beginnen, Mädchen für Technik zu begeistern. Projekte wie der Girls‘ Day oder die Plattform ‚meine Technik‘ zeigen schon erste Effekte: Immer mehr Mädchen interessieren sich für Ausbildungen und Berufe im technischen Bereich. In der Lehrlingsstatistik beobachten wir, dass seit 3 Jahren erstmals ein technischer Beruf unter den zehn beliebtesten Lehrberufen der Mädchen ist – die Metalltechnik“, sagt Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner. Das Frauenministerium setzt auf den Girls‘ Day, der weltweit größten Aktion zur Berufsorientierung. Bislang nahmen daran rund 20.000 Mädchen teil. Die Online-Plattform, meinetechnik.at,mit über 400 Projekten dient als Anlaufstelle für technikinteressierte Mädchen und Frauen.

7 Millionen jährlich für Schülerinnen und Studentinnen

   „Wir können und wollen nicht auf das Potential von Mädchen und Frauen in der Technik verzichten. Darum nehmen wir jährlich rund 7 Millionen Euro in die Hand und unterstützen Schülerinnen und Studentinnen gezielt beim Sprung in die Forschung und Technik, etwa mit Schnupperwochen und Praktika in Betrieben“, so Infrastrukturminister Jörg Leichtfried. Und weiter: „Ich sehe es als Aufgabe der öffentlichen Hand, hier mit gutem Beispiel voran zu gehen: So starten bei den ÖBB etwa doppelt so viele weibliche Lehrlinge in technischen Berufen wie im Österreich-Schnitt.“ In Schnupperwochen für 700 Schülerinnen und Praktika für rund 500 Studentinnen jährlich werden Mädchen und Frauen für technische Berufe begeistert.

Die ÖBB gehen mit gutem Beispiel voran

   „Ich freue mich, dass der Anteil der neu zu uns kommenden weiblichen Lehrlinge in technischen Berufen bei über 11 Prozent liegt. Das wollen wir weiter steigern: Unter anderem setzen wir verstärkt auf weibliche Vorbilder und rekrutieren mehr Ausbilderinnen. Und wir verstärken unsere Präsenz auf Messen, Veranstaltungen und in Sonderprojekten in ganz Österreich massiv, wie etwa dem Wiener Töchtertag, dem Girls´ Day in den Bundesländern oder dem Girls! Tech-Camp“, erklärt ÖBB Infrastruktur-Vorständin Silvia Angelo. Damit liegt der Anteil der Mädchen deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt von etwa 6 Prozent in den vergleichbaren Berufsgruppen Elektrotechnik und Maschinenbau.