Arbeitslosigkeit sank im September um 4,3 Prozent

Die positive Arbeitsmarktentwicklung hält ungemindert an. Es geht um den stärksten Rückgang der Arbeitslosigkeit seit sechs Jahren. Das zeigt, dass die Arbeitsmarktpolitik der letzten Jahre jetzt ihre volle Wirkung entfaltet.

„Mit den aktuellen Initiativen, wie dem Beschäftigungsbonus oder der Qualifizierungsoffensive, müssen wir diese erfolgreiche Politik fortführen bis alle Arbeitslosen einen Arbeitsplatz gefunden haben“, sagte Sozialminister Alois Stöger.

Konkret waren Ende September inklusive SchulungsteilnehmerInnen insgesamt 374.935 Personen beim AMS vorgemerkt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 4,3 Prozent bzw. 17.004 Personen. Ohne Schulungsteilnahmen zeichnet sich mit  minus 20.396 Personen bzw. minus 6,3 Prozent ein Rückgang bei den vorgemerkten Arbeitslosen ab, der in dieser Größenordnung zuletzt im Februar 2011 verzeichnet werden konnte.

Auch die Beschäftigtenzahlen sind sehr erfreulich. Mit 69.000 Personen sind mehr in Arbeit als im September des Vorjahres. Die Hochkonjunktur zeigt sich vor allem auch an der Entwicklung der offenen Stellen. Der Bestand der beim Arbeitsmarktservice gemeldeten Stellen beträgt aktuell 62.445 und liegt damit um +46,9 Prozent über dem Vorjahreswert. Von der aktuellen Entwicklung können insbesondere Männer profitieren. Mit einem Rückgang um 7,6 Prozent sinkt die Arbeitslosigkeit der Männer stärker als die der Frauen (minus 4,8 Prozent). Bei InländerInnen geht die Zahl der Arbeitssuchenden aktuell mit  minus 7,0 Prozent stärker zurück als jene bei Personen ohne österreichischen Pass (minus 4,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote nach nationaler Definition ist im September um 0,6 Prozentpunkte auf nunmehr 7,5 Prozent gesunken.

Steigende Arbeitslosigkeit bei 50+ annähernd aufgehalten

Wie bereits in den letzten Monaten ist die Arbeitslosigkeit der 15- bis 24-Jährigen auch im September mit minus 14,4 Prozent massiv gesunken. Nach Eurostat-Definition ist die Jugendarbeitslosenquote in Österreich (Zahlen vom August) gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozentpunkte auf 10,2 Prozent gefallen und liegt weiter im europäischen Spitzenfeld. Ein anderer Trend konnte dagegen aufgehalten werden. Der Anstieg der Arbeitslosenzahl in der Generation 50+, der vor einigen Monaten noch zwischen drei und sieben Prozent betragen hatte, betrug im September nur noch 0,1 Prozent.

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