ORF-Konfrontation: Kern überzeugt durch Sachlichkeit und Kompetenz

Bundeskanzler Christian Kern überzeugte in der ORF-Diskussion mit FPÖ-Chef Strache durch Sachlichkeit und Kompetenz. Das Wahlziel der SPÖ: gestärkt eine schwarz-blaue Koalition verhindern.

Christian Kern präsentierte einmal mehr konkrete Ideen, um das Leben aller Österreicherinnen und Österreicher zu verbessern. Von einer Steuerpolitik, von der 95% Prozent der Menschen im Land profitieren, hin zu klaren Ideen für den Wirtschaftsstandort und die Kooperation auf europäischer Ebene.

Wer nicht mit Schwarz-Blau aufwachen will, muss Kern wählen!

Beim Thema Wirtschaft konnte Christian Kern dem untergriffigen FPÖ-Chef klare Fakten entgegen halten. Während die FPÖ Steuergeschenke à la ÖVP an Unternehmen verteilen will, stellte Kern klar: „Unternehmen brauchen keine Steuergeschenke, dass sie sich bei uns ansiedeln. Sie kommen jetzt schon, weil sie wissen, dass wir die bestausgebildetsten Leute haben und weil wir stark in Forschung und Entwicklung investieren.“ Kanzler Kern hob dabei besonders die jüngsten Betriebsansiedlungen und den erstmaligen Ausbau eines Stahlwerks in Österreich seit 40 Jahren hervor. „Unser Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken und Arbeitsplätze zu schaffen. Das ist uns in den letzten 16 Monaten sehr gut gelungen“, so Kern.

„Herr Strache, Sie vertreten die Falschen!“

Wie schon bei früheren Diskussionen griff Strache wiederholt die Arbeiter- und Wirtschaftskammer an, die er herabwürdigend als „Filz“ bezeichnete. Kern konterte: „Die Arbeiterkammer ist jene Institution, die eine hart arbeitende Friseurin vertritt, wenn sie unrechtmäßig ihren Job verliert. Die Spender der ÖVP, die auch von der FPÖ hofiert werden, können sich die besten Anwälte leisten. Die brauchen keine Arbeiterkammer.“ Kern entlarvte Strache damit erneut als Vertreter von Konzerninteressen und stellte klar: „Herr Strache, Sie vertreten die Falschen!“

Nur in einem starken Europa lösen wir die großen Probleme

Großes Thema dieser ORF-Wahlkonfrontation war auch die Europäische Union. „Österreich ist ein Land, das maßgeblich von einer starken EU profitiert“, stellte Christian Kern fest, der hier eine klare Linie der FPÖ vermisst. Viele der von Strache formulierten Forderungen sind nicht mit den EU-Verträgen vereinbar und würden zwangsläufig einen EU-Austritt bedeuten. Befremdlich muten dabei auch die Sympathien an, die Strache für die Regierungen Polens und Ungarns hegt, wo Menschenrechte in Frage gestellt werden. „Das ist für uns inakzeptabel“, so der Kanzler, der im Gegensatz zu Strache Lohn- und Sozialdumping durch europäische Lösungen einen Riegel vorschieben will.

Warnung vor Schwarz-Blau

„Die Vorbereitungshandlungen für Schwarz-Blau sind evident“, stellte Kern fest, der die bereits kursierenden Ministerlisten der FPÖ als Indiz dafür wertete. „Strache wird sich von der ÖVP über den Tisch ziehen lassen, wie es schon einmal passiert ist und die Menschen werden übrigbleiben“, so der Kanzler. Die SPÖ möchte schwarz-blau verhindern. Wir sind die einzigen, die das schaffen können“, hielt der Kanzler fest und unterstrich unmissverständlich den Unterschied im politischen Stil zu Strache: „Ich bin Bundeskanzler Österreichs, nicht der Bundeskanzler der Städte oder der Landbevölkerung. Nicht der Bundeskanzler von arm oder reich. Ich will die Menschen zusammenbringen, damit sie in Frieden leben können und nicht mit dem Finger zeigen und auf die Leute losgehen“, so Christian Kern.