Johanna Dohnal-Preise verliehen

Bereits zum 13. Mal wurden junge Wissenschafterinnen ausgezeichnet, die in für Frauen untypischen Bereichen oder an feministischen Themen forschen oder arbeiten. „Mit diesem Preis wird auch die Arbeit Johanna Dohnals gewürdigt“, so Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner.

Johanna Dohnal prägt die Politik und das Zusammenleben von Männer und Frauen in Österreich bis heute: sei es bei der Gleichbehandlung, der Vereinbarkeit oder im Gewaltschutz. „Eine Art, ihren Weg weiterzuverfolgen, ist der Johanna Dohnal-Preis“, betonte Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner bei der Festveranstaltung.

Der Johanna Dohnal-Preis wurde 2004 anlässlich des 65. Geburtstags Johanna Dohnals von den SPÖ-Frauen ins Leben gerufen. Insgesamt wurden seither 57 junge Frauen ausgezeichnet und unterstützt. Mit diesem Preis wird die Arbeit Johanna Dohnals gewürdigt, „der die Ausbildung von Mädchen und Frauen stets ein zentrales politisches Anliegen war“, so Rendi-Wagner. „Ich gratuliere den Preisträgerinnen sehr herzlich und bedanke mich beim Johanna Dohnal Archiv und den SpenderInnen, die diesen Preis ermöglichen, sowie der Jury für ihren Einsatz rund um die Verleihung.“

Die Preisträgerinnen

Die diesjährigen Förderpreise gingen an Martina Spies für ihre Dissertation zum Thema „Plätze und Identitäten: Eine architektonisch-soziologische Aufnahme von fünf ausgewählten Plätzen innerhalb der informellen Siedlung Dharavi, Mumbai“, Ninja Bumann, für ihre Masterarbeit „Der weibliche Blick auf die imperiale Peripherie. Die Wahrnehmung Zentralasiens und Bosnien-Herzegowinas um 1900 im Vergleich“ sowie an Magdalena Andrea Kraus, für ihre Masterarbeit „No es un tema que se habla“: Die gegenwärtige Rezeption staatlich organisierter Zwangssterilisierungen (1996–2000) in Piura, Peru“.