Matznetter: Kurz und Strache in alter schwarz-blauer Ankündigungstradition

Bei den Koalitionsverhandlungen zeichnet sich ab, dass Schwarz-Blau an die alte Tradition der großen Ankündigungen ohne Inhalte anknüpft, kritisiert SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter.

„Schwarz-Blau knüpft ganz offensichtlich an die alte schwarz-blaue Tradition der großen Ankündigungen ohne Inhalte an. Denn mehr als große Überschriften ohne Text haben Kurz und Strache heute nicht präsentiert“, sagt Christoph Matznetter zur Pressekonferenz von ÖVP-Chef Kurz und FPÖ-Chef Strache zu den Koalitionsverhandlungen, die gestern stattgefunden hat. „Die sozialdemokratisch geführte Regierung übergibt Österreich in einem ausgezeichneten Zustand“, fährt Matznetter fort. „Unser Land erlebt einen massiven Aufschwung, die Arbeitslosigkeit sinkt, die Steuereinnahmen sprudeln. Das von Kurz und Strache aufgebauschte Budget-Thema steht in massivem Widerspruch zur aktuellen WIFO-Prognose“, betont der SPÖ-Bundesgeschäftsführer.

Konkrete Antworten gefordert

 „Man riecht die Absicht schon von weitem: Hier wird der Boden für Kürzungen aufbereitet. Die Aktion 20.000, obwohl sich gerade dadurch das erste Mal eine Trendwende auch bei den Arbeitslosen über 50 Jahre abzeichnet, steht ja schon auf der Liste“, kritisiert Matznetter. „Was kommt noch? Wo sind die konkreten Antworten?“, will der Bundesgeschäftsführer von Schwarz-Blau wissen. Interessant sei, ob in Sachen Umweltbundesamt „den kraftmeierischen Ansagen der Herren Hofer und Strache Taten folgen“. Für Matznetter steht fest: „Die Verlagerung nach Klosterneuburg muss zurückgenommen werden. Sebastian Kurz muss seinen Noch-Minister Rupprechter zurückpfeifen. Wenn nicht, ist der erste Umfaller der FPÖ amtlich.