ArbeitnehmerInnenschutz, Europa,

Gesund am Arbeitsplatz – in jedem Alter!

Menschen den längeren Verbleib im Arbeitsleben bei guter Gesundheit zu ermöglichen, ist für Sozialminister Alois Stöger „der beste Schutz vor Altersarmut“. Die EU-Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ hat zu diesem Zweck zwei Jahre lang Informationsarbeit in Betrieben geleistet.

Ältere ArbeitnehmerInnen verfügen oft über Wissen, das bei einem frühen Ausscheiden aus dem Erwerbsleben fehlt. Die zweijährige EU-Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze – für jedes Alter“ hatte sich daher zum Ziel gesetzt, Bewusstsein dafür zu schaffen, wie Betriebe die Rahmenbedingungen bis zur Pension altersgerecht gestalten können – und davon profitieren.

Betriebliche Organisation alter(n)sgerecht gestalten

Sozialminister und Kampagnen-Schirmherr Alois Stöger betonte bei der Abschlussveranstaltung der Kampagne: „Wir haben das klare Ziel, dass alle Menschen so lange wie möglich ihren Beruf ausüben können. Das ist ein wesentlicher Faktor für soziale Sicherheit, gesellschaftliche Teilhabe und der beste Schutz vor Altersarmut.“ Um eine langfristige Trendwende hin zum Verbleib Älterer im Beruf zu erreichen, müssen betriebliche Organisation und Arbeitsbedingungen angepasst werden, so Stöger.

Jetzt geht’s an die Umsetzung

„Im Rahmen der EU-Kampagne sind wir bei der Bewusstmachung des Themas einen großen Schritt weiter gekommen. Jetzt geht es darum, die Umsetzung in wirklich allen Unternehmen, vom Groß- bis hin zum Kleinbetrieb, zu bewältigen“, betont der Minister. Daher lautet sein Appell an die Betriebe: „Nutzen Sie die zahlreichen bestehenden Angebote wie die professionelle Beratung des Arbeitsinspektorates, der AUVAsicher oder von fit2work! Denn nur auf Basis gesunder, arbeitsfähiger Beschäftigter bleibt ein Unternehmen produktiv.“

Weltweit größte Kampagne für ArbeitnehmerInnenschutz

ArbeitnehmerInnen im Alter von 55 bis 64 Jahren dürften bis 2030 in vielen europäischen Ländern rund ein Drittel der Erwerbsbevölkerung ausmachen, besagt eine Studie der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA). Diese MitarbeiterInnen zeichnen sich durch ExpertInnenwissen und Urteilsfähigkeit aus.

In rund 14.200 Betrieben wurden bereits Maßnahmen implementiert. Diese reichen von einer ergonomischen Gestaltung des Arbeitsplatzes hin zu Sportangeboten oder konkretem „Generationenmanagement“.

Es handelt sich um die weltweit größte Kampagne für ArbeitnehmerInnenschutz: Insgesamt nahmen an der EU-OSHA-Kampagne (Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz) 36 Länder teil.

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