Aus für Rauchverbot wäre massiver Rückschritt

Das Rauchverbot in der Gastronomie steht auf der Kippe. Die FPÖ drängt den künftigen Koalitionspartner, den Beschluss zurückzunehmen. „Ein Zick-Zack-Kurs der ÖVP wäre ein massiver Rückschritt“, sagt Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner.

Österreich ist europaweit seit Jahren Schlusslicht, was den Schutz von Nichtrauchern betrifft. Mit der unmittelbaren Folge, dass der Anteil von RaucherInnen in Österreich überdurchschnittlich hoch ist und nicht zurückgeht. Das bestätigt auch der aktuelle OECD-Bericht: Während im OECD-Durchschnitt 18 Prozent der Bevölkerung täglich zur Zigarette greifen, sind es in Österreich 24 Prozent.

Ministerin erwartet Bekenntnis der ÖVP

Der Beschluss der SPÖ-ÖVP-Regierung für ein Verbot in gastronomischen Betrieben ab Mai 2018 war daher „aus gesundheitspolitischer Sicht ein Erfolg“, betont Rendi-Wagner, „eine faire Lösung für Wirte, rauchfreie Arbeitsplätze für Angestellte und gesundheitlicher Schutz für Gäste – vor allem für Kinder und Jugendliche.“ 2015 hat ÖVP-Kurz den Beschluss mitgetragen. Die Ministerin geht davon aus, „dass die ÖVP auch weiterhin dazu steht“ und erwartet ein „klares Bekenntnis."