Schulautonomie: Expertenblog gibt Best-Practice-Beispiele

Schulen mehr Gestaltungsräume zu bieten, ist zentrales Ziel des von Bildungsministerin Hammerschmid ausverhandelten Bildungsreformpakets. Ein Blog klärt über die wichtigsten Neuerungen in Sachen Schulautonomie auf und gibt praktische Tipps zur Umsetzung.

Das Schulautonomiegesetz wird mit dem nächsten Schuljahr wirksam. Es schafft Freiräume für Schulen in Sachen Klassengrößen, Unterrichtsgestaltung oder Personalauswahl.  In einigen „Leuchtturmschulen“ ist die Schulautonomie schon gelebte Realität, „aber wir alle haben noch viel zu tun, damit die Gestaltungsfreiheit in allen Klassenzimmern Österreichs ankommt“, sagt Bildungsministerin Sonja Hammerschmid. Ein von ExpterInnen betriebener Blog soll dabei Unterstützung bieten.

Schulen professionell begleiten

Der Autonomie-Blog beleuchtet Themen wie etwa Personalauswahl, jahrgangsübergreifendes Unterrichten und pädagogische Konzepte. Die ersten Beiträge sind bereits online. In den kommenden Wochen und Monaten wird es zahlreiche weitere Blogposts geben. Das soll anderen Schulen dabei helfen, ihre eigene Autonomie zum Wohle aller Beteiligten zu entwickeln. Geschrieben werden die Blogbeiträge von den Autonomiebotschaftern des Bildungsministeriums und externen Beitragenden. Das Team der Autonomiebotschafter setzt sich aus erfahrenen Praktikern zusammen, die die unterschiedlichen Schultypen aus ihrer täglichen Arbeit kennen. Sie sind mit den Bedürfnissen der jeweiligen Schulen vertraut und wissen um die bürokratischen Hürden, mit denen viele Schulen zu kämpfen haben, die ihren Alltag bereits jetzt autonom gestalten möchten. „Österreichs Schulen müssen professionell auf dem Weg in die Autonomie begleitet werden“, betont die Bildungsministerin. Der Blog bietet dabei schnelle, unkomplizierte Unterstützung.

Hammerschmid warnt vor „Rückwärtsgang“ unter künftiger Regierung

Die Bildungsministerin warnt die künftige Regierung vor einem „Rückwärtsgang“ bei der Bildungsreform. Zu aktuellen Meldungen aus schwarz-blauen Verhandlerkreisen, wonach es für Schulen nicht mehr Mittel geben soll, sagt die Bildungsministerin, dass Deutschklassen und eine Bildungspflicht, wie von der ÖVP angestrebt, nicht ohne zusätzliche Mittel auskommen werde. Man könne innerhalb des Systems zwar mittels besserem Einsatzes der vorhandenen Mittel einiges einsparen, indem sich etwa Schulen zu Clustern zusammenfinden. Unabhängig davon bleibe aber ein "strukturelles Defizit" im Bildungsministerium, das im kommenden Jahr rund 600 Mio. Euro betragen wird.

Der Blog ist ab sofort unter https://www.schulautonomie.at abrufbar.