Umweltbundesamt: Teure Übersiedlung stoppen

Infrastrukturminister Jörg Leichtfried fordert ÖVP-Obmann Kurz auf, sein „Durchgriffsrecht“ in der ÖVP zu nutzen, um die teure Übersiedlung des Bundesumweltamtes von Wien nach Klosterneuburg zu verhindern.

Umweltminister Rupprechter will das Bundesumweltamt von Wien nach Klosterneuburg verlagern. Die Übersiedlung würde Kosten von 46,5 Millionen Euro verursachen und etwa 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum täglichen Pendeln zwingen. „Das ist Geldverschwendung und obendrein schlecht für die Umwelt“, kritisiert Minister Leichtfried, der ein Wahlkampfgeschenk für die erstmals antretende ÖVP-Frontfrau Johanna Mikl-Leitner in Niederösterreich vermutet. Rupprechter begründet seine Pläne u.a. damit, dass er den ländlichen Raum beleben will. Die Idee ist zwar grundsätzlich richtig, sagt Leichtfried. Dass die Bemühungen des Ministers dabei jedoch „nur die paar Meter bis zum Speckgürtel rund um Wien reichen, ist wohl ein schlechter Scherz.“

Keine Verschwendung von Steuergeld

Selbst die ÖVP Wien hat nun im Wiener Gemeinderat gegen die Übersiedlungspläne ihres Parteikollegen gestimmt. ÖVP-Obmann Kurz muss sein angebliches Durchgriffsrecht in der Partei nutzen, um „für eine einheitliche Linie in der ÖVP zu sorgen, seinen Umweltminister einzubremsen und den Wanderzirkus zu stoppen, bevor der erste Steuer-Euro verschwendet wird“, stellt Leichtfried klar.