„16 Tage gegen Gewalt an Frauen“: Frauen Mut machen, sich zu wehren

Die Bundes-und Wiener SPÖ-Frauen starten Aktionstage gegen Gewalt an Frauen. Unter #gehtgarnicht sind Frauen aufgerufen, über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung zu sprechen.

Am 25. November starten die „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“, die bis zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember andauern – ein Zeitraum, in dem Frauen auf der ganzen Welt mit Aktionen auf dieses wichtige Thema aufmerksam machen. Auch die SPÖ-Bundes- und Wiener SPÖ-Frauen rücken das Thema sexualisierte Gewalt und Gewaltschutz ins Zentrum und informieren in den nächsten Tagen verstärkt bei Straßenaktionen und Veranstaltungen über verschiedene Unterstützungs- und Beratungsmöglichkeiten wie der GegenHassimNetz-Beratungsstelle oder der Frauenhelpline 0800222555.

Brauner: Frauen stärken, Belästigungen öffentlich zu machen

„Wir Wiener SPÖ-Frauen wollen den Frauen Mut machen, sich zu wehren. Wir wollen sie stärken, um solche Belästigungen öffentlich zu machen“, macht die Vorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Stadträtin Renate Brauner deutlich. Unter #gehtgarnicht wollen die SPÖ-Frauen im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt“ auf ihren Social Media-Kanälen der Debatte um sexuelle Belästigung eine Plattform bieten. Mit Videos und Fotos zeigen Frauen auf, mit welchen sexistischen Sprüchen sie im Alltag zu kämpfen haben.

Heinisch-Hosek: Unsere Grenzen bestimmen wir selbst

„Es passiert Frauen im Alltag, am Arbeitsplatz, im Privatbereich: anzügliche Bemerkungen, unerwünschte Berührungen, Übergriffe, bis hin zu sexualisierter Gewalt“, sagt SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek. „Sexismus und sexualisierte Gewalt gehen gar nicht. Unsere Grenzen bestimmen wir Frauen selbst und kein Mann darf diese Grenzen überschreiten.

Frauenberger: Gewalt an Frauen ist eine klare Menschenrechtsverletzung

„Gewalt an Frauen geht gar nicht“, stellt auch die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger Frauenberger klar. „Gewalt an Frauen ist eine klare Menschenrechtsverletzung und es ist unsere politische Verantwortung, Frauen Unterstützung zu geben.“

Hilfe bei Gewalt an Frauen im Internet

Viele Frauen, die sich mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit wagen – oft über soziale Netzwerke – werden dort verunglimpft, beschimpft oder sogar bedroht. Die von Staatssekretärin Muna Duzdar ins Leben gerufene Beratungsstelle „GegenHassimNetz“ berät Opfer von Gewalt im Internet.