PIRLS, Lesen, Volksschule

Volksschul-Lesetest PIRLS: Leseleistung hat sich verbessert

Die Ergebnisse der PIRLS-Lesestudie 2016 zeigen: Die Leseleistungen unserer VolksschülerInnen haben sich verbessert. Für Bildungsministerin Sonja Hammerschmid ist klar: Die vielen gesetzten Maßnahmen zeigen Wirkung – und sie müssen fortgesetzt werden.

Mit dem internationalen Lesetest PIRLS werden seit 2001 im Fünf-Jahres-Rhythmus die Lesekompetenzen von SchülerInnen in der vierten Klasse Volksschule erhoben. Österreich hat nach 2006 und 2011 nun bereits zum dritten Mal teilgenommen und dabei Ergebnisse erzielt, die einen Aufwärtstrend belegen. Konkret erreichte Österreich bei PIRLS 2016 einen Mittelwert von 541 Punkten und liegt damit signifikant über dem internationalen Schnitt (521 Punkte) und praktisch genau im EU-Schnitt (540 Punkte).

Hammerschmid: Müssen gesetzte Maßnahmen wirken lassen

„Es freut mich, dass die Ergebnisse der PIRLS-Testungen nach den Ergebnissen von 2011 wieder einen Aufwärtstrend zeigen – die vom Bildungsministerium gesetzten Maßnahmen zeigen also Wirkung. Damit diese Entwicklung anhält, müssen die gesetzten Schritte aber unbedingt weiter verfolgt werden. Mein dringender Appell an die künftige Regierung: Wenn wir diese Verbesserungen noch deutlicher vorantreiben wollen, muss der Kindergarten eine vollwertige Bildungseinrichtung werden. Nur so erreichen wir alle Kinder und stellen eine frühestmögliche sprachliche Förderung sicher“, betonte Sonja Hammerschmid bei der Präsentation der PIRLS-Resultate.

Für die Bildungsministerin belegen die österreichischen Resultate auch die Richtigkeit jener Maßnahmen, die mit dem Schulrechtspaket 2016 (z.B. frühe Sprachförderung) umgesetzt wurden. Gleichzeitig müssen aber die Anstrengungen im Kindergartenbereich verstärkt werden. Hier braucht es u.a. verbindliche pädagogische Qualität, eine Ausweitung der Öffnungszeiten und auch eine indexbasierte Mittelvergabe, so Hammerschmids Appell, den Kindergarten als Bildungseinrichtung zu begreifen.

Die wichtigsten Ergebnisse

  • Mit 541 Punkten liegt Österreich bei PIRLS 2016 signifikant über dem internationalen Schnitt. 2006 kam Österreich auf 538, im Jahr 2011 auf 529 Punkte.
  • Je höher der Bildungsabschluss der Eltern, desto besser sind die Leseleistungen der Kinder. SchülerInnen, die zumindest einen Elternteil mit Uniabschluss haben, erreichen 573 Punkte, Kinder von Eltern mit maximal Pflichtschulabschluss nur 477 Punkte.
  • Mädchen erzielen sowohl international als auch in Österreich bessere Leseleistungen. Allerdings ist der Vorsprung der Mädchen in Österreich mit sechs Punkten deutlich geringer als im internationalen Schnitt, wo der Unterschied 18 Punkte beträgt.

Infos zu PIRLS

Die internationale Bildungsvergleichsstudie PIRLS (Progress in International Literacy Study) misst alle fünf Jahre die Lesekompetenz von SchülerInnen am Ende der vierten Schulstufe. Bei PIRLS 2016 haben 50 Staaten teilgenommen. In Österreich wurden rund 4.500 SchülerInnen der vierten Volksschulklasse getestet. Abgewickelt wurde die Studie in Österreich vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (BIFIE).

SERVICE:

Weitere Informationen gibt es auf der Website des Bildungsministeriums.

Detaillierte Ergebnisse finden sich auf der Website des Bundesinstituts für Bildungsforschung.