Aktion 20.000: Es geht um Zukunftsperspektive, Respekt und Würde

Die Fortsetzung der Beschäftigungsaktion 20.000 stand im parlamentarischen Fokus. Die SPÖ will, dass weiterhin ausreichend Geldmittel für die berufliche Integration von langzeitarbeitslosen Personen über 50 zur Verfügung gestellt werden.

Im Rahmen der Aktion 20.000 werden Arbeitsplätze in Gemeinden bzw. über gemeinnützige Trägervereine gefördert – mit Erfolg. Bundeskanzler und SPÖ-Bundesparteivorsitzender Christian Kern verteidigte im Nationalrat die Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose über 50. „Wir haben gesehen, dass das erste Mal seit Jahren die Arbeitslosigkeit der über 50-jährigen zurückgeht“, stellte Kern zur Trendwende beim Arbeitsmarkt auch in diesem Segment fest. „Zu warten, dass diese Menschen von den Unternehmen aufgenommen werden, ist eine Illusion“, erklärte Kern. Es gehe darum, 20.000 Menschen eine Zukunftsperspektive, Respekt und Würde zu geben.

Der SPÖ-Antrag, der dem Finanzausschuss zugewiesen wurde, sieht vor, dass auch nach dem Jahr 2019 jährlich bis zu 540 Mio. Euro für Langzeitarbeitslose über 50 zur Verfügung gestellt werden. Es wäre „in höchstem Maße schädlich und herzlos“, diese erfolgreiche Beschäftigungsinitiative zu stoppen. Mit diesen Worten kritisierte Kern scharf die Pläne der türkis-blauen Koalitionsverhandler, „eines der wichtigsten Projekte der letzten Regierung“ wieder abzuschaffen.

Beschäftigungsaktion 20.000 zeitigt bereits erste Erfolge

Die Beschäftigungsaktion 20.000 wurde mit 1. Juli 2017 in Form von Pilotprojekten (je Bundesland in einem Arbeitsmarktbezirk) gestartet. Mit Jänner 2018 soll die österreichweite Implementierung erfolgen. Die Mittel für die Beschäftigungsinitiative – bis zu 778 Mio. Euro (2017-2019) – wurden vorläufig auf zwei Jahre befristet zur Verfügung gestellt. Begründet wird der Antrag u.a. mit den positiven Erfahrungen in der Pilotphase des Projekts. SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch macht darauf aufmerksam, dass die Beschäftigungsaktion in den ersten Monaten sehr gut angelaufen ist und über 1.500 Menschen, die in der Vergangenheit oft hunderte Bewerbungen geschrieben haben, wieder Hoffnung gegeben hat. Gleichzeitig konnte in acht von elf Modellregionen der Trend zum Anwachsen der Langzeitarbeitslosigkeit Älterer gestoppt werden.