Rauchverbot: Protest gegen schwarz-blauen Retourgang

Massive Proteste gibt es gegen die Ankündigung von ÖVP und FPÖ, das bereits beschlossene Rauchverbot in der Gastronomie wieder rückgängig zu machen. Auch ÄrztInnen sind entsetzt über diesen Plan der Regierungsverhandler.

Die SPÖ protestiert massiv gegen die Ankündigung von ÖVP und FPÖ, das für 1. Mai 2018 vorgesehene – und von der ÖVP mitbeschlossene – komplette Rauchverbot in der Gastronomie wieder rückgängig zu machen. Auch ÄrztInnen sowie selbst ÖVP-LandespolitikerInnen kritisierten die Entscheidung vehement und warnen vor den negativen Auswirkungen auf die Gesundheit speziell Jugendlicher. Denn beim Rauchen junger Menschen liegt Österreich leider im Spitzenfeld und hinkt beim Nichtraucherschutz im EU-Vergleich hinterher. SPÖ-Chef, Klubobmann Christian Kern: "Ich finde es bemerkenswert, dass hier eine neue Bundesregierung antritt mit einer Politik, die offensichtlich unvernünftig und gegen die Interessen der Österreicherinnen und Österreicher gerichtet ist."

 

Petition für das Nichtrauchergesetz
Christian Kern, Gesundheitsministerin Rendi-Wagner und viele SPÖ-PolitikerInnen unterstützen deshalb die Petition der Österreichischen Krebshilfe, die in wenigen Tagen mehr als 200.000 Menschen unterstützt haben.

Petition unterschreiben: "Wir fordern ÖVP und FPÖ auf: Das Nichtrauchergesetz muss bleiben!"

Rauchverbote wirken
Dass Rauchverbote in der Gastronomie positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Bevölkerung haben, zeigt die Entwicklung in anderen EU-Ländern, die hier schon viel weiter sind. Kontrast.at hat Zahlen und Fakten dazu.

Was sagen ÄrztInnen zum Kippen des Rauchverbots?
Im Interview mit Kontrast.at nimmt die Internistin  Dr.in Daniela Jahn-Kuch Stellung. Die Expertin ist die Schwester von Kurt Kuch, früherer News-Chefreporter, der 2015 an Lungenkrebs verstorben ist. Kurt Kuch engagierte sich bis zu seinem Tod für die Initiative DON’T SMOKE.