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SPÖ in alle Orte des Landes bringen: Bundesgeschäftsführer Lercher im großen APA-Interview

Der neu bestellte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher hat in einem APA-Interview über seine wichtigsten Ziele gesprochen. Lercher will die SPÖ in alle Orte des Landes bringen, auch personell. Die von Schwarz-Blau geplante 60-Stunden-Woche kritisiert Lercher als „Angriff auf alle ArbeitnehmerInnen“.

Der neue SPÖ-Bundesgeschäftsführer betont in Sachen organisatorische Neuaufstellung, dass „den Mundfunk und das persönliche Gespräch kein Facebook ersetzen kann“. Wichtig ist auch, dass die SPÖ „eine gemeinsame Sprache für ganz Österreich findet“. Lercher will zudem dazu beitragen, die Beschlüsse und Positionen der SPÖ der Bevölkerung näherzubringen. Im Rahmen einer „kommunalpolitischen Strategie“ sind wie zu Zeiten Bruno Kreiskys BürgerInnengespräche im ganzen Land vorstellbar – in zeitgemäßer Form, so Lercher. Ein wichtiges Ziel ist es auch, die Durchlässigkeit zu erhöhen. „Wie können Junge die Möglichkeit erhalten, in Funktionen zu kommen ohne lange Jahre der Wartezeit?“ Gelingen kann das, so Lercher, indem man neben der Parteistruktur Themeninitiativen ermöglicht. Diese sollen dann z.B. auch die Möglichkeit bekommen, sich inhaltlich in Parteitage einzubringen, unterstreicht Lercher, der klarmacht, dass beim Parteitag im Oktober 2018 auch das neue Parteiprogramm beschlossen werden soll.

Kritik an schwarz-blauen Plänen

Kritik übt Lercher im APA-Interview an den Plänen der schwarz-blauen Regierung. So ist etwa die geplante 60-Stunden-Woche für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer nichts anderes als ein Angriff auf alle ArbeitnehmerInnen. Einen Schwerpunkt will Lercher auch in der Wohnpolitik setzen. Schließlich richten sich die schwarz-blauen Vorhaben hier gegen die MieterInnen. Die SPÖ wird auch in Sachen möglicher Verschlechterungen beim Arbeitslosengeld und bei den Pensionen die Vertretung der vielen Betroffenen übernehmen. Denn die FPÖ hat sich in ihrer Verantwortung für die einfachen ArbeiterInnen „anscheinend aufgeben“, so der Befund Lerchers.

Gemeinsam mit FSG

Lercher betont im APA-Interview auch die große Bedeutung der GewerkschafterInnen in der SPÖ. Die FSG (Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen) ist eine unglaublich wichtige und starke Bewegung, die viele Überschneidungen mit der SPÖ hat: „Immer wenn es geht, werden wir gemeinsam marschieren“, unterstreicht Lercher.

Hier gibt's das ganze Interview zum Nachlesen. 

Und hier geht's zum Ö1-Interview mit Max Lercher.