Rauchverbot

Kritik an Schwarz-Blau: 70 Prozent für generelles Rauchverbot

Eine neue Umfrage zeigt: 70 Prozent der ÖsterreicherInnen wollen das generelle Gastro-Rauchverbot. SPÖ-Gesundheitssprecherin Rendi-Wagner kritisiert: „Ein weiterer Beweis, dass die Bundesregierung mit dem Kippen des Rauchverbots ganz klar gegen die Interessen der Bevölkerung agiert.“

70 Prozent der ÖsterreicherInnen sind laut einer aktuellen repräsentativen GfK-Umfrage (1.000 Befragte über 15 Jahre) der Ärzteinitiative gegen Raucherschäden gegen das Kippen des Gastro-Rauchverbots. Die Ergebnisse zeigen in allen Bevölkerungsgruppen und in allen Bundesländern eine mehrheitliche Zustimmung zu einer rauchfreien Gastronomie.

13.000 Tote jährlich wegen Tabakkonsums

SPÖ-Gesundheitssprecherin Pamela Rendi-Wagner kritisiert: FPÖ und ÖVP verabschieden sich mit der Rücknahme des generellen Rauchverbots in der Gastronomie von jeder faktenbasierten Gesundheitspolitik. Was die Bevölkerung will, wird ignoriert. Die meisten europäischen Länder haben bereits vor Jahren Rauchverbote eingeführt und Krankheiten wie Herzinfarkte oder Atemwegserkrankungen nehmen signifikant ab. In Österreich hingegen sterben jährlich 13.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums.

ExpertInnen fordern Gastro-Rauchverbot

ExpertInnen wie die Wiener Kinderärztin und Pneumologin Angela Zacharasiewicz sagen: „Ein konsequentes, absolutes Rauchverbot in der Gastronomie kann zu einem effektiven Nichtraucherschutz mit all seinen positiven Konsequenzen wie dem Rückgang der Raucherrate und der Abnahme an tabakassoziierten Erkrankungen und Todesfällen in der Bevölkerung führen.“ Ebenso hätte sich die Häufigkeit von Atemwegsinfekten bei Kindern nach solchen Rauchverboten um 20 Prozent reduziert.

Es gibt mit der „Don’t Smoke“-Petition der österreichischen Krebshilfe mit 440.000 Unterschriften (Stand 16.1.) oder dem eingeleiteten Volksbegehren der Wiener Ärztekammer eine breite überparteiliche Allianz fürs Rauchverbot, der sich auch einige ÖVP-Gesundheitslandesräte angeschlossen haben. Die SPÖ-Gesundheitssprecherin hofft, dass „die täglich breiter werdende Allianz gegen diesen gesundheitspolitischen Rückschritt die Regierung noch stoppen“ kann.