SPÖ Wien, Landesparteitag

Wiener Landesparteitag: Neues Kapitel wird aufgeschlagen

Beim außerordentlichen Landesparteitag der Wiener SPÖ wird heute der Nachfolger von Michael Häupl gewählt. Häupl hat, wie SPÖ-Bundesparteichef Christian Kern betonte, „Einzigartiges und Überragendes“ für Wien und die SPÖ geleistet.

Im Zentrum des außerordentlichen Landesparteitags steht die Nachfolgewahl des SPÖ-Wien-Vorsitzenden Michael Häupl. Den Delegierten zur Wahl stellen sich Andreas Schieder und Michael Ludwig, die beim Landesparteitag ihre Vorhaben skizzierten. Die Wiener SPÖ-Landessekretärin Sybille Straubinger betonte in ihren Eröffnungsworten, dass „wir heute an diesem Tag Geschichte schreiben“.

Christian Kern: Michael Häupl hat Einzigartiges geleistet

Das unterstrich auch SPÖ-Bundesparteivorsitzender Christian Kern in seiner Rede. „Wir schlagen heute ein neues Kapitel in der Geschichte des roten Wien auf“, sagte Kern, der Michael Häupl als „Großpolitiker“ würdigte, der für Wien und die Wiener SPÖ „Einzigartiges und Überragendes“ geleistet hat. Wichtig ist für Kern, dass beim Landesparteitag ein neuer SPÖ-Wien-Vorsitzender gewählt wird, „der die Hand ausstreckt, Brücken baut und auf alle Mitglieder zugeht“.
Angesichts der schwarz-blauen Angriffe auf Wien brauchen wir eine „geeinte und starke Sozialdemokratie“, sagte Kern. Klar ist: Den schwarz-blauen Angriff auf Wien werden wir nicht zulassen. „Wir werden unser weltoffenes und soziales Wien verteidigen“, betonte Kern.
Mit Blick auf Michael Ludwig und Andreas Schieder sagte Kern, dass hier zwei Persönlichkeiten mit „beachtlicher Biographie antreten, die Großes für unsere Bewegung geleistet haben“.
Scharfe Kritik gab es von Kern an der schwarz-blauen Regierung, die „gegen die Interessen der Mehrheit der Menschen arbeitet“. Kritik übte Kern auch an der FPÖ, die mit ihren Nazi-Skandalen „permanent die Grenzen des politischen Anstands verschiebt“.

Michael Häupl: Große und starke Wiener Sozialdemokratie

SPÖ-Wien-Vorsitzender, Bürgermeister Michael Häupl unterstrich in seiner Abschlussrede, dass er mit „großer Demut auf eine große, starke und stolze Wiener Sozialdemokratie blickt“. Häupl, der sich für das jahrzehntelange Vertrauen in ihn bedankte, unterstrich auch, dass das Alleinstellungsmerkmal sozialdemokratischer Politik der Kampf um den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft ist. Häupl betonte zudem die Bedeutung von Geschlossenheit und Zusammenhalt. „Wenn diese Wahl vorüber ist, stehen wir alle hinter dem neuen Vorsitzenden, unabdingbar alle“, so Häupl, der in Sachen schwarz-blaue Angriffe auf Wien festhielt: „Wer sich mit der Wiener Sozialdemokratie anlegen will, der soll sich warm anziehen.“