Schwarz-blauer Angriff auf Studierende

Gleich mit einem ihrer ersten Gesetzesvorschläge nimmt Schwarz-Blau vielen jungen Menschen die Chance auf ein Studium. Die SPÖ kritisiert die neuen Zugangsbeschränkungen und die Einführung von Studiengebühren für berufstätige Studierende.

Durch die beschlossene Änderung des Universitätsgesetzes holt die schwarz-blaue Regierung zu einem Rundumschlag gegen Studierende aus. So sieht das neue Gesetz eine Streichung von einem Fünftel der Studienplätze an österreichischen Universitäten vor. Denn in den Studienbereichen Erziehungswissenschaften, Fremdsprachen und Recht werden Zugangsbeschränkungen eingeführt. „Wissen, ein entscheidender Faktor der Zukunft, wird hier im Zugang limitiert“, kritisiert SPÖ-Parteivorsitzender Christian Kern das schwarz-blaue Gesetz. Statt daran zu arbeiten, allen jungen Menschen, die wollen und können, die Möglichkeit zum Studieren zu bieten, werden rund 20.000 Studienplätze einfach gestrichen. „Damit werden sehr vielen jungen Menschen Lebenschancen verbaut“, betonte SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl.

Studiengebühren für erwerbstätige Studierende

Aber nicht nur junge Menschen, die zukünftig ein Studium beginnen wollen, müssen jetzt Schwarz sehen – auch erwerbstätige Studierende werden von Schwarz-Blau massiv benachteiligt. Rund 30.000 berufstätige Studierende werden ab Herbst zur Kasse gebeten und müssen Studiengebühren zahlen. Damit bricht Schwarz-Blau ein weiteres Versprechen. Nämlich jenes, keine weiteren Steuern einzuführen. Denn diese Studiengebühren „sind in Wahrheit Steuern für berufstätige Studierende“, betonte Kern. Der sozialen Durchmischung auf den Universitäten tut dieses Vorhaben nichts Gutes. Im Gegenteil, Studierende, die bereits jetzt ihr Studium nur mit einer Nebenarbeit finanzieren konnten, werden nun zusätzlich belastet. „Es wird viel schwerer werden für die jungen Menschen, denen nicht die Eltern das Studium zahlen können“, stellte Kuntzl fest.