Frauentag: Mehr Macht und Mitbestimmung!

Zum Internationalen Frauentag bekräftigen die SPÖ Frauen die Forderungen nach mehr Mitbestimmung und Chancengleichheit. Dazu braucht es dringend ganz konkrete Maßnahmen, etwa ein Lohntransparenzgesetz. Doch Schwarz-Blau bremst.

Seit über 100 Jahren gibt es den Internationalen Frauentag. Doch von echter Gleichstellung auf allen Ebenen sind wir noch weit entfernt. Die SPÖ – allen voran die SPÖ Frauen – fordern daher konkrete Maßnahmen, um gleichen Lohn für gleiche Arbeit, echte Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung und bessere Aufstiegschancen für Frauen voranzutreiben. Wir fordern alle auf, das Frauenvolksbegehren zu unterzeichnen. Über 200.000 Frauen haben das bereits getan.

Kern fordert Familienbonus für alle

SPÖ-Parteivorsitzender Christian Kern hat das Frauenvolksbegehren unterzeichnet. „Bis zur Gleichberechtigung ist es noch ein weiter Weg, wir kämpfen um jeden Meter. Die Bundesregierung unterstützt unsere Anliegen nicht – ganz im Gegenteil. Umso wichtiger ist es, dass so viele Frauen und Männer wie möglich Initiativen wie das Frauenvolksbegehren unterstützen.“ Kern fordert außerdem, dass der von Schwarz-Blau geplante Familienbonus allen Kindern in der Höhe von 1.500 Euro zugute kommen muss. Ein Drittel aller Kinder profitiere überhaupt nicht vom Familienbonus. Diese Art der Familienpolitik diskriminiert im Alltag vor allem alleinerziehende Frauen. "Jedes Kind ist gleich viel wert und dem sollte auch die Regierung Rechnung tragen", betont Kern. Das würde deutlich weniger kosten als die angekündigte Senkung der Körperschaftsteuer.

Hier geht’s zum Video von Christian Kern.

Heinisch-Hosek: Schwarz-Blau bremst

„Dass Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß bei der Frauenpolitik bremst statt vorwärts treibt, ist alarmierend“, stellt Heinisch-Hosek fest. Frauen machen über 50 Prozent der Bevölkerung aus und sind doch in vielen Lebensbereichen unterrepräsentiert, vor allem in Entscheidungsfunktionen in Wirtschaft und Politik. Der Entwurf für ein Lohntransparenzgesetz liegt seit langem auf dem Tisch. Bei der Unterhaltsgarantie wird die SPÖ einen Initiativantrag einbringen. „Wir lassen nicht locker, damit Frauen und Kinder nicht von Armut gefährdet sind“, stellt Heinisch-Hosek klar. Auch bei der Kinderbetreuung ist die schwarz-blaue Bundesregierung säumig. Der in der letzten Legislaturperiode vereinbarte bundesweite Qualitätsrahmen hätte eigentlich bis März dieses Jahres eingeführt werden sollen.

Hier gehts zum Video mit Gabriele Heinisch-Hosek.

Brunner: Schwarz-Blauer Regierung Druck machen!

„Im Kampf für mehr Gleichstellung steht Schwarz-Blau nicht auf Seiten der Frauen“, stellt die stv. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Brunner fest. „Es gibt viele drängende Probleme, die von Schwarz-Blau einfach ignoriert werden. Wenn wir wollen, dass Frauen für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen, müssen wir dafür sorgen, etwa mit einem Lohntransparenzgesetz. Wenn wir wollen, dass Frauen echte Wahlfreiheit haben und arbeiten gehen können, brauchen wir gute Kinderbetreuungsplätze. Und wenn wir Frauen und Kinder vor Armut schützen wollen, brauchen wir eine Unterhaltsgarantie“, stellt Brunner klar.

Lercher: Gleichstellung ist kein Randthema

„Schwarz-Blau tut rein gar nichts, um Österreich zu einem Land zu machen, in dem Frauen und Männer tatsächlich gleiche Chancen haben. Deshalb müssen wir als Gesellschaft den Druck erhöhen und klarmachen, dass wir nicht bereit sind, mit Schwarz-Blau in die 70er Jahre zurückzukehren“, sagt SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher. „Gleichstellung ist kein Randthema, sondern betrifft die ganze Gesellschaft – Frauen wie Männer. Wir als SPÖ treten seit jeher für Gleichstellung ein und wir haben hier auch schon viele Fortschritte erzielt. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen“, sagt Lercher.