SPÖ trauert um Johannes Schwantner

SPÖ-Parteichef Christian Kern, SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher und stv. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner sind tief betroffen über den überraschenden Tod des Bundesvorsitzenden der FreiheitskämpferInnen.

Johannes Schwantner, Bundesvorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen, Opfer des Faschismus und aktiver AntifaschistInnen, ist am 11. März im Alter von 70 Jahren überraschend verstorben. „In großer Trauer müssen wir heute von unserem Freund und Genossen Johannes Schwantner Abschied nehmen. Mit ihm verliert die Sozialdemokratie einen wichtigen Mitstreiter und engagierten Antifaschisten“, zeigte sich SPÖ-Parteivorsitzender Christian Kern tief betroffen.

Sozialdemokratische Beileidsbekundungen

„Es ist ein großer Sozialdemokrat und Antifaschist von uns gegangen, der mit seinem jahrzehntelangen Einsatz für die österreichische Gedenkkultur ein bedeutsames Vermächtnis hinterlässt. Johannes Schwantners Familie und Angehörigen gilt unser tiefstes Mitgefühl“, erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher. Für die stellvertretende SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Brunner ist „Joahnnes Schwantners Einsatz, Jugendlichen und PädagogInnen mit Gedenkreisen und –seminaren die Relevanz von aktiver Erinnerungskultur näherzubringen, besonders wichtig und beeindruckend gewesen“.

„Für sein lebenslanges Engagement gegen das Vergessen der Gräuel des Nationalsozialismus danken wir Johannes Schwantner. Seine Arbeit mit Jugendlichen wird weit über seinen Tod hinaus wirken“, würdigte der geschäftsführende SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder den Verstorbenen. Für SPÖ- Gedenkkultursprecherin Sabine Schatz verliert die sozialdemokratische Bewegung „mit Schwantner einen aktiven Mahner gegen Krieg und Faschismus, der uns in der heutigen Zeit fehlen wird.“

Biographie

Der am 7. Februar 1948 in Wien geborene Berufsschullehrer Johannes Schwantner war seit 2013 Bundesvorsitzender des Bundes sozialdemokratischer FreiheitskämpferInnen und Opfer des Faschismus. Seit 1991 organisierte er jährliche Jugendseminare zum Thema „Shoa“ in Auschwitz, Treblinka und Majdanek. 1994 übernahm Schwantner die Geschäftsführung des Vereins „Niemals Vergessen“. Vor seinem Ruhestand 2013 war er seit 1999 Direktor an der Berufsschule für Gastgewerbe. Seit 2014 fungierte Schwantner auch als Vizepräsident des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW).