WIFO-Studie zu Sozialstaat: Geht’s den Menschen gut, geht’s der Wirtschaft gut

Eine neue WIFO-Studie untermauert, dass nicht nur die Menschen, sondern auch die Wirtschaft von Investitionen in unseren Sozialstaat profitieren. Die Angriffe von Schwarz-Blau auf den Sozialstaat nehmen vielen Menschen Lebenschancen, kritisiert SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch.

Die vom Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) im Auftrag der Arbeiterkammer (AK) erstellte Studie zu „Sozialstaat und Standortqualität“ arbeitet deutlich heraus, dass ein gut ausgebauter und funktionierender Sozialstaat sowohl für die Menschen, als auch für Gesellschaft und Volkswirtschaft von großem Nutzen ist. Grundtenor der Studie: Die Wirtschaft wächst, wenn in die Menschen investiert wird. Denn laut WIFO gewährleistet ein gut ausgebauter Sozialstaat nicht nur soziale Sicherheit und Gerechtigkeit für die ÖsterreicherInnen, sondern kurbelt auch die gesamte Volkswirtschaft kräftig an. So wird durch unser soziales Netz einerseits in Not geratenen Personen direkt geholfen, andererseits wird ihre Kaufkraft aufrechterhalten. Das wiederum stabilisiert die Wirtschaft und trägt zur Standortqualität Österreichs bei. Somit profitieren Menschen und Unternehmen gleichermaßen von der sozialen Sicherheit, die durch unseren Sozialstaat garantiert wird.

Schwarz-blaues Sparen bei Sozialausgaben verbaut Lebenschancen

Täglich mehren sich die Stimmen, die vor den schwarz-blauen Kürzungsvorhaben warnen und die Bedeutung des Sozialstaates unterstreichen. „Die Zahlen vom WIFO belegen eindrucksvoll, dass Sparen bei Sozialausgaben – noch dazu bei guter Konjunktur – ungerecht ist und vielen Menschen Lebenschancen verbaut“, machte SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch klar. Kritik an den schwarz-blauen Kürzungen kommt auch von führenden ArbeitsmarktexpertInnen. „Wer bei Bildung und Integration von langzeitarbeitslosen, älteren und geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt spart, spart bei Hoffnungen, Perspektiven und Lebenschancen“, sagt Judith Pühringer, Geschäftsführerin von „arbeit-plus“, einem Netzwerk von 200 gemeinnützigen, arbeitsmarktpolitischen Unternehmen. Auch Markus Marterbauer, Leiter der Wirtschaftswissenschaftsabteilung der AK Wien, sieht die schwarz-blauen Vorhaben kritisch. "Der Familienbonus sorgt bei uns für erhebliches Stirnrunzeln. Es stellt sich die Frage, ob Familien geholfen wird, die wirklich Unterstützung brauchen.“

WEB-TIPPS:

Mehr Infos zur WIFO-Studie hier.

Hier gibt es die komplette Studie als PDF-Datei.