Bauern, Freihandel, Lebensmittel, Mercosur, Umwelt,

SPÖ-Bauern machen mit Petition gegen Mercosur-Handelsabkommen mobil

Das kurz vor dem Abschluss stehende Abkommen der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten birgt viele Gefahren und bedroht unsere hohen Lebensmittelstandards. Deswegen haben die SPÖ-Bauern jetzt eine Petition gegen das Mercosur-Abkommen gestartet   – bitte breit unterstützen!

Österreich gilt dank seiner hohen Lebensmittelstandards zu Recht als Feinkostenladen Europas. Großen Anteil daran hat unsere kleinstrukturierte Landwirtschaft, die nicht auf Masse, sondern auf Qualität setzt. Durch das derzeit in finalen Verhandlungen stehende Mercosur-Handelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Staaten Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay wird all das bedroht. Das sieht auch der Bundesvorsitzende der SPÖ-Bauern Josef Etzenberger so, der bei einer Pressekonferenz klarstellte: „Wir sehen das Mercosur-Abkommen sehr kritisch. Nicht, weil wir gegen den Handel an sich sind, sondern weil es uns um die Qualität der österreichischen Lebensmittel geht. Unsere hohen Umwelt- und Lebensmittelstandards dürfen nicht ausgehöhlt werden. Daher lehnen wir das Mercosur-Abkommen ab und fordern die zuständige Ministerin Köstinger auf, mit allen Mitteln gegen dieses Abkommen aufzutreten“.

Unsere hohen Umweltstandards sind nicht verhandelbar!

Mit dabei bei der Pressekonferenz waren auch die SPÖ-Nationalratsabgeordnete Doris Margreiter und die burgenländische Agrarlandesrätin Verena Dunst. Abgeordnete Margreiter betonte: „Für uns sind Umwelt-, Arbeits- und Menschenrechtsstandards, für die wir in Europa jahrzehntelang gekämpft haben und auf die wir stolz sein können, nicht verhandelbar!“ Scharfe Kritik gab es von Margreiter auch an der schwarz-blauen Regierung: „Die Regierung behauptet zwar groß, sich für die österreichischen Interessen einzusetzen. Doch der SPÖ-Antrag, sich gegen das Mercosur-Abkommen in der derzeitigen Form zu stellen und die heimischen Betriebe zu schützen, wurde bei der letzten Parlamentssitzung mit den Stimmen der Regierungsparteien abgeschmettert“.

Einkommensverluste für unsere BäuerInnen drohen

Burgenlands Agrarlandesrätin Verena Dunst unterstrich, dass „wir im Burgenland, aber auch in Gesamtösterreich niemals in einen Wettbewerb mit Agrarkonzernen in den Mercosur-Staaten treten können, die Großbetriebe mit bis zu 40.000 Rindern oder 100.000 Stück Geflügel bewirtschaften. Denn das funktioniert nur durch Zuchtstandards wie Aufzucht mit genveränderten Lebensmitteln oder Hormonbehandlung, die wir in Österreich aus guten Gründen ablehnen“. Die Agrarlandesrätin warnte zudem davor, dass gerade die burgenländischen RinderbäuerInnen, die qualitativ hochwertige Lebensmittel bei strenger Einhaltung höchster Tierschutz- und Umweltstandards erzeugen, durch das Mercosur-Abkommen enorm unter Druck geraten und von massiven Einkommensverlusten bedroht wären.

Petition im Interesse unserer Landwirtschaft unterstützen

Einig waren sich Etzenberger, Margreiter und Dunst auch darin, dass es jetzt einen Schulterschluss für unsere heimische Landwirtschaft, für unsere KonsumentInnen und für eine Politik der Nachhaltigkeit und Vernunft braucht. Die SPÖ-Bauern rufen daher die ÖsterreicherInnen dazu auf, die Petition „NEIN zu diesem Mercosur-Abkommen!“ im Interesse unserer Landwirtschaft und unserer hohen Umwelt- und Lebensmittelstandards zu unterstützen.