Diskussion, Parteireform, Zukunftsprogramm,

2. Mitgliederrat: „Der Mensch ist nicht nur Produktionsfaktor“

60 Mitglieder und zehn Gastmitglieder diskutierten gemeinsam mit 30 SPÖ-PolitikeInnen und ExpertInnen das Zukunftsprogramm der SPÖ. Die zweite Veranstaltung dieser Art fand am Flughafen Graz für die Bundesländer Steiermark, Kärnten, Burgenland und Oberösterreich statt.

Die SPÖ geht neue Wege in Sachen Mitbestimmung. Bei Mitgliederräten erhalten SPÖ-Mitglieder und -Gastmitglieder die Möglichkeit, am neuen Parteiprogramm aktiv mitzuarbeiten. Per Los wurden, so wie bei den anderen Mitgliederräten, 60 Mitglieder und zehn Gastmitglieder ausgewählt, die gemeinsam mit 30 SPÖ-PolitikerInnen diskutierten. Diesmal wurden sie angeführt von den beiden Landesparteichefs der Steiermark und Kärnten Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer und Landeshauptmann Peter Kaiser.

Glück und Entwicklung der Bevölkerung in den Vordergrund stellen

„Der Mensch ist nicht nur Produktionsfaktor. Der Wert eines Menschen definiert sich weit darüber hinaus. Es geht darum das Glück und die Entwicklung der Bevölkerung in den Vordergrund zu stellen. Dazu braucht es insbesondere auch genügend planbare Zeit für Familie, Freizeit und auch für das Ehrenamt. Es liegt noch viel Arbeit vor uns um das zu erreichen“, betont der steirische Landesparteivorsitzende Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer.

„Die Werte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität hatten schon bei der Gründung der SPÖ ihre Gültigkeit und werden es auch in Zukunft haben. Die Herausforderungen der Zukunft liegen in der Digitalisierung und der Robotisierung der Arbeitswelt. Hier gilt es, auf dem Weg in das digitale Zeitalter die Menschen mitzunehmen und niemanden auf diesem Weg zurückzulassen“, so Landeshauptmann Peter Kaiser.

Parteiprogramm wird im Oktober dem Bundesparteitag vorgelegt

Bereichert wird die Diskussion über die Inhalte des Parteiprogramms, das dem Bundesparteitag im Oktober vorgelegt werden soll, durch Inputs von ExpertInnen. In Graz brachten die Sozialwissenschaftlerin Tamara Ehs und die Ökonomin Elisabeth Springler ihr Fachwissen ein.

Basis für die Diskussion ist ein schon vor einigen Wochen vorgelegtes Grundsatzpapier. Dieses wird dann im Mai nach Einholung von Basis- und ExpertInnenideen finalisiert und im Juni allen SPÖ-Mitgliedern im Rahmen einer Befragung vorgelegt.