Juli Zeh mit dem „Bruno-Kreisky-Preis“ ausgezeichnet

Foto: Thomas Lehmann

Die deutsche Autorin wurde für ihr bisheriges publizistisches Werk von SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder und dem Wiener SPÖ-Vorsitzenden Michael Ludwig mit dem „Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch“ gewürdigt.

In Zusammenarbeit mit der sozialdemokratischen Bildungsorganisation und dem SPÖ-Parlamentsklub hat das Karl-Renner-Institut den „Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2017“ an Juli Zeh für ihr bisheriges publizistisches Werk verliehen. Neben geschäftsführendem SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder reihten sich auch der Vorsitzende der SPÖ Wien, Michael Ludwig, die Direktorin des Karl-Renner-Instituts, Maria Maltschnig, sowie der Vorsitzende der Jury, Hannes Swoboda, in die Riege der GratulantInnen ein.

Ein Appell zur Wachsamkeit

„Juli Zeh schreibt hervorragende Gesellschaftsromane. Ihre zentralen Botschaften sind der Appell zur Wachsamkeit und die Forderung, die Demokratie zu verteidigen. Beides ist nicht selbstverständlich, sondern muss immer wieder aufs Neue thematisiert und gelebt werden“, betonte Schieder im Gespräch mit der Autorin. Juli Zehs literarisches Werk,  mit dem sich die deutsche Autorin voller Kraft für einen wachsamen Blick auf die Gefährdungen der Demokratie und für die Relevanz von politischem Engagement einsetzt, ist vielfach ausgezeichnet. Zeh ist auch politisch im Umfeld der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands aktiv.

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25 Jahre „Bruno-Kreisky-Preis für das politische Buch“

Die diesjährige Verleihung markierte das 25-jährige Jubiläum des Preises. „Seit 1993 würdigt dieser Preis jene Literatur, die unter anderem für Freiheit, Demokratie und soziale Gerechtigkeit steht. Zeitkritische AutorInnen wie Juli Zeh leisten mit ihren Werken einen wichtigen gesellschaftspolitischen Beitrag, der im Sinne Bruno Kreiskys gewürdigt wird“, sagte Ludwig. Dabei gilt es, wie Bruno Kreiskys stets das Gemeinsame vor das Trennende zu stellen, so Hannes Swoboda: „Viele Menschen werden mit Haltungen verführt, die nicht in die Zeit passen. Radikalität ist sowohl in der Literatur wie in der Politik zu finden.“

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Zur Autorin

Juli Zeh wurde 1974 in Bonn geboren und gilt als eine der erfolgreichsten deutschen SchriftstellerInnen der Gegenwart. Ihr Debutroman „Adler und Engel“ erschien 2001 und war ein Welterfolg. Zahlreiche weitere Werke folgten, die in 35 Sprachen übersetzt wurden. „Alles was einen erfreut, aber auch erschüttert in der Welt kann zu einem Roman werden, oder es kann zu politischem Engagement führen“, erklärte Zeh bei der Preisverleihung. Sie ist die jüngste Autorin, die jemals mit dem Sonderpreis für das bisherige publizistische Werk des „Bruno-Kreisky- Preises für das Politische Buch“ ausgezeichnet wurde.