Für ein Parlament ohne Sexismus

"Wir wollen keinen Sexismus im Parlament", fordert SPÖ-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek bei einer Aktion vor dem Parlament. „Es hält immer mehr ein Stil Einzug, der nicht der Würde des Hauses entspricht“, kritisierte der gf. SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder das Verhalten von ÖVP- und FPÖ-Abgeordneten während der gestrigen Nationalratssitzung.

Bei einer Foto-Aktion vor dem Parlament erinnerten die Abgeordneten der SPÖ daran, dass untergriffige Zwischenrufe während der Reden von Frauen keinen Platz im Parlament haben. Beim Fall Alma Zadic haben ÖVP- und FPÖ-Abgeordnete die Grenzen eindeutig überschritten. Nationalratspräsident Sobotka hat nicht reagiert. "Ich erwarte mir, dass sich das ändert," fordert Heinisch-Hosek. "Das müsse von Seiten der Vorsitzführung geahndet werden."

"Es ist die Aufgabe des Nationalratspräsidenten sicherzustellen, dass die Debatte im Nationalrat fair und nicht verletzend geführt wird.
Entgleisungen wie in der Sitzung am Montag, bei der mehrere Abgeordnete verbal angegriffen wurden, müssen sofort geahndet werden!", sagte Schieder.  Er werde das wiederholte Verhöhnen von Frauen auch in der Präsidiale thematisieren.

"Die Demokratie lebt auch davon, dass der Diskurs auf eine faire, nicht verletzende Weise abläuft" – wir sagen: Sexismus hat in einem demokratischen Parlament nichts verloren.