Nein zur 60-Stunden-Woche

Grafik: SPÖ

Die Kurz/Strache-Regierung will die arbeitnehmerfeindliche 60-Stunden-Woche durchpeitschen und Millionen ÖsterreicherInnen das „Hackeln bis zum Umfallen“ aufzwingen. Für seine Großspender will Konzernkanzler Kurz gemeinsam mit seiner Ausbeuter-Regierung dieses Programm mit dem Vorschlaghammer durchziehen. Aber nicht mit uns! Wir leisten Widerstand!

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Was die 60-Stunden-Woche bedeutet, hier im Überblick:

  • 12 Stunden Arbeit am Tag wird zum Normalfall.  Auch mit der alten Regelung durfte in Ausnahmefällen, z.B. wenn ein wirtschaftlicher Nachteil gedroht hätte, die maximale Arbeitszeit von 10 Stunden überschritten werden. Dafür MUSSTE sich der Arbeitgeber aber die Zustimmung des Betriebsrates einholen. Wegen Kurz und Strache brauchen die Unternehmen künftig weder den Nachweis eines drohenden Wirtschaftsnachteils, noch die Zustimmung des Betriebsrates. Den ArbeitnehmerInnen kann der 12-Stunden-Tag nun von oben herab einfach diktiert werden, der ArbeitnehmerInnenschutz wird ausgehebelt.  
  • 60-Stunden-Woche wird zur Pflicht. Entgegen der schwarz-blauen Lüge, können sich ArbeitnehmerInnen nicht freiwillig aussuchen, ob sie 12 Stunden pro Tag arbeiten. Denn von Freiwilligkeit steht im Gesetz nichts. ArbeitnehmerInnen müssen künftig nachweisen, dass ihre persönlichen Interressen die unternehmerischen Interessen überwiegen, sollten sie einen 12-Stunden-Tag verweigern. Ansonsten wird dies als „Arbeitsverweigerung“ gezählt und es droht eine fristlose Kündigung. Die 60-Stunden-Woche gefährdet Arbeitsplätze, statt sie zu sichern.
         
  • Für Überstunden gibt es nichts mehr.  Zwar zählen die zusätzlich gearbeiteten Stunden bei der 60-Stunde-Woche immer noch als Überstunden, tatsächlichen Nutzen hat das für die ArbeitnehmerInnen aber keinen. Denn für Zeitausgleich braucht man nun mal die Erlaubnis vom Chef, bereits jetzt werden Überstunden jahrelang „mitgenommen“, weil eine Konsumation aufgrund der Arbeitsanforderungen nie möglich ist. Sonderzuschläge für die 11. und 12. Stunde werden ganz fallen. Den Menschen wird damit faktisch ihr Lohn geraubt.
  • Keine Überstundenzuschläge mehr bei Gleitzeit. Bereits jetzt war es schwierig zu definieren, was bei Gleitzeit als Überstunde gilt. Sobald die 60-Stunden-Woche Standard ist, wird es für die ArbeitnehmerInnen gar keine Überstundenzuschläge mehr für die 11. und 12. Stunde bei Gleitzeitmodellen geben. Die Wirtschaftskammer hat diesen Lohnraub sogar zugegeben.
  • Die Gesundheit der ArbeitnehmerInnen leidet massiv.
    Jeder der oft länger als 8 Stunden arbeiten muss, kennt das: Ab einem gewissen Zeitpunkt wird man müde, die Konzentration schwindet und die Leistung lässt nach, es passieren leichter Fehler. Vor allem bei körperlich anspruchsvoller Arbeit können diese Fehler dramatische Auswirkungen haben. Generell sind sich ExpertInnen einig, dass sich die Belastung eines 12-Stunden-Arbeitstags extrem negativ auf die Gesundheit auswirkt. Das Risiko, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und  psychische Problemen zu bekommen, steigt massiv. Wenn der 12-Stunden-Tag zum Normalfall wird, droht der Gesundheit der ÖsterreicherInnen Schlimmes.
  • Familien werden zerrissen.
    Wenn die Eltern 12 Stunden am Tag arbeiten müssen, wird keine Zeit mehr für die Familie bleiben. Am meisten werden die Kinder darunter leiden: Für sie gibt es höchstens noch einen Gutenacht-Kuss vorm Einschlafen, gemeinsame Freizeitaktivitäten werden sich zeitmäßig nicht ausgehen. Frauen trifft die 60-Stunden-Woche besonders, weil diese oft eine zusätzliche Belastung durch die Kinderbetreuung haben. Aber von Kurz und Strache wird kein Cent für den Ausbau von Betreuungseinrichtungen ausgegeben.