Landesparteitag NÖ: Franz Schnabl als Vorsitzender bestätigt

Franz Schnabl erreichte beim Landesparteitag in Schwechat sehr gute 86 Prozent Zustimmung. Schnabl betonte, dass die SPÖ ein Zeichen für das Wir, das Miteinander, die Solidarität und gegen die Spaltung der Gesellschaft setzen müsse.

Fantastische Stimmung herrschte beim 42. Landesparteitag in Schwechat, der unter dem Motto „Arbeit. Zukunft. Sicherheit“ stand. In Richtung von SPÖ-Bundesparteivorsitzender Pamela Rendi-Wagner versicherte der NÖ Landesparteivorsitzende Franz Schnabl, „wir sind stolz, dass du unsere Vorsitzende bist“. Er sei „sicher, dass du die erste Bundeskanzlerin der Republik Österreich sein wirst“.

Die SPÖ bezeichnete Schnabl als „Partei des Möglichmachens, des Chancensicherstellens und der Gerechtigkeit“. Es brauche ein starkes Gegengewicht zur Bundesregierung, eine Vision für die Zukunft Europas, des Landes sowie für die Kinder und Enkel.

Der Landesvorsitzende betonte, dass er einen „tollen Erfolg“ für die Sozialdemokratie bei der EU-Wahl im Mai 2019 erwarte, der auch Rückenwind für die niederösterreichischen Gemeinderatswahlen Anfang 2020 geben werde.

Rendi-Wagner: „Ihr könnt mir vertrauen“ – "Ich vertraue euch"

Für die SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner war der Landesparteitag der erste große Parteiauftritt seit ihrer Kür – und er gelang mit Bravour. Rendi-Wagner  wurde mit anhaltendem Applaus und u.a. einem "PAAAAAAAAAAAAAAAAAAM!"-Transparent im Multiversum begrüßt.

Die designierte Bundesparteivorsitzende betonte in ihrer programmatischen Rede, dass Geburt, Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe nicht über Chancen der Menschen entscheiden dürften. „Das ist unser Alleinstellungsmerkmal, wir haben ein anderes Menschenbild als die schwarz-blaue Bundesregierung.“ Das erkenne man deutlich an Maßnahmen wie dem Zwölf-Stunden-Tag und der 60-Stunden-Woche, beides „angeblich freiwillig“, an der Abschaffung der Aktion 20.000, die zynischer Umgang mit Arbeitnehmern sei, oder an der Absage an die Ausbildungsgarantie bis 25. Stattdessen geht es der SPÖ um soziale Wärme, Gerechtigkeit und eine fairen Leistungsbegriff.

„Ihr könnt mir vertrauen", versprach Rendi-Wagner den Delegierten in Schwechat. „Ich vertraue euch“, fügte sie hinzu, weil sie diese Verantwortung „niemals allein stemmen“ könne. Die designierte Bundesparteivorsitzende schloss daran den Aufruf, Vertrauen in die Partei zu haben und stolz auf selbige zu sein, auf Leistungen ebenso wie auf Werte.