Schule: Schwarz-Blau katapultiert Bildungssystem in 50er-Jahre zurück

Zwang zu Ziffernnoten, Sitzenbleiben für 8-Jährige und in der Neuen Mittelschule ein Zurück zum „A- und B-Zug“ der alten Hauptschule: SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid kritisiert das schwarz-blaue „Pädagogik-Paket“ als „Rückkehr in die Nachkriegszeit“.

Mit Volldampf zurück in die Vergangenheit – so lässt sich die schwarz-blaue Bildungspolitik zusammenfassen. Mit dem „Pädagogik-Paket“ von ÖVP-Bildungsminister Faßmann zerstört die schwarz-blaue Regierung zahlreiche schulpolitische Fortschritte, die unter der SPÖ-geführten Regierung mit der Bildungsreform eingeführt wurden. SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid warnt vor diesem „Rückschritt zu Lasten der Kinder“: „Der Leistungs- und Notendruck schon bei den Kleinsten wird steigen – mit allen Konsequenzen wie Stigmatisierung, Demotivation, Schulangst und Nachhilfe.“

Faßmann zwingt SchülerInnen und Lehrpersonen Ziffernoten auf

Obwohl sich zahlreiche Bildungsexperten einig sind, dass Kinder enorm von einer mündlichen Leistungsbeurteilung profitieren, will Faßmann den SchülerInnen wieder Ziffernoten ab der 2. Volksschulklasse aufzwingen. Die Möglichkeit zur alternativen Leistungsbeurteilung hat sich in tausenden Schulversuchen bewährt. Alleine in Vorarlberg haben sich 130 von 175 Volksschulen dazu entschieden.  „Faßmann entmündigt tausende engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die jahrelange Arbeit investiert haben. Warum man den Eltern und PädagogInnen diese Wahlmöglichkeit jetzt nimmt, ist völlig unverständlich“, kritisiert Hammerschmied. Die schwarz-blaue Regierung geht noch einen Schritt weiter und will für 8-jährige das „Sitzenbleiben“ wiedereinführen. Für die SPÖ-Bildungssprecherin ist klar, dass diese rückschrittliche Maßnahme „nur unnötigen Druck auf die Jüngsten“ bringt.

Kinder sollen wieder in Leistungsgruppen selektiert werden

In der Neuen Mittelschule wird wegen Schwarz-Blau wieder das alte und längst überholte System der Leistungsgruppen eingeführt. „Die Abschaffung der Leistungsgruppen ist aus gutem Grund erfolgt, weil wir aus der Bildungswissenschaft und internationalen Beispiele wissen, dass individuelle Förderung im Klassenzimmer besser funktioniert“, erklärt Hammerschmid.

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