Wegen Schwarz-Blau: Berufstätige Studierende müssen wieder Studiengebühren zahlen

An den Unis hat das Studienjahr begonnen – mit schwarz-blauen Verschlechterungen: Berufstätige Studierende müssen wieder Studiengebühren zahlen. Für SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl ist die neue Bildungssteuer „ein Raub von Lebenschancen“.

Ein Blick in das Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ zeigt, wie verfehlt die schwarz-blaue Unipolitik ist. Denn das Regierungsprogramm strotzt vor Verschlechterungen: So finden sich darin u.a. studienrechtliche Verschärfungen genauso wie eine Ausweitung von Zugangsbeschränkungen und die Beschneidung des Mitspracherechts der Österreichischen HochschülerInnenschaft. „Damit nicht genug, müssen 25.000 berufstätige Studierende wegen Schwarz-Blau ab sofort wieder Studiengebühren bezahlen. Mit dieser neuen Steuer auf Bildung raubt die ÖVP/FPÖ-Regierung zehntausenden jungen Menschen Lebenschancen und Zukunftsperspektiven“, betont SPÖ-Wissenschaftssprecherin Kuntzl.

Chancengerechtigkeit bleibt auf der Strecke

Erst vor kurzem hat die aktuelle OECD-Studie „Bildung auf einen Blick 2018“ einmal mehr gezeigt, dass unser Hochschulsystem stark selektiv wirkt – bildungsferne Schichten sind beim Hochschulzugang benachteiligt. „Statt aber die Chancengerechtigkeit zu verbessern, verschärft die schwarz-blaue Regierung die soziale Selektion noch weiter“, unterstreicht Kuntzl.

Drohen jetzt allgemeine Studiengebühren?

Kritik übt Kuntzl auch daran, dass die schwarz-blaue Bildungssteuer berufstätige Studierende voll trifft – also ausgerechnet jene „LeistungsträgerInnen, die tagtäglich mit der Herausforderung konfrontiert sind, Studium und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen“. Zu befürchten ist außerdem, so Kuntzl, dass die Studiengebühren für berufstätige Studierende „der erste Schritt zur Einführung allgemeiner Studiengebühren sind“.