Kampf der Kinderarmut: Allen Kindern alle Chancen

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Österreich ist eines der reichsten Länder der Welt. Trotzdem sind mehr als 300.000 Kinder und Jugendliche armutsgefährdet. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Mit unserem Maßnahmenpaket gegen Kinderarmut kämpfen wir dafür, dass alle Kinder alle Chancen haben. Klar ist: Die nächste Regierung muss den Kampf gegen Kinderarmut auf ihre Agenda setzen!

Jedes fünfte Kind in Österreich ist von Armut betroffen. Einschränkungen gibt es in ihren Familien bei der Kleidung, beim Wohnen, beim Essen, bei der Freizeit und natürlich auch bei der Bildung: Kinder aus armen und armutsgefährdeten Familien sind sehr häufig schlechter in der Schule. Eine weiterführende Ausbildung über den Pflichtschulabschluss hinaus oder gar ein Hochschulabschluss sind sehr unwahrscheinlich. Damit sinken auch die beruflichen Chancen. Das Risiko, später arbeitslos zu sein, steigt, ebenso das Gesundheitsrisiko. Die armen Kinder von heute sind die chronisch kranken Erwachsenen von morgen.

SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner bringt es auf den Punkt: „Kinderarmut ist eine Schande, die in Österreich keinen Platz haben darf. Unabhängig davon, wie die künftige Regierung zusammengesetzt ist, muss der Kampf gegen Kinderarmut ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Jede künftige Regierung muss wirksame Schritte gegen Kinderarmut setzen. Denn jedes Kind, das in Armut lebt, wird um seine Chancen beraubt. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, allen Kindern alle Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben zu geben!“

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So will die SPÖ die Kinderarmut bekämpfen:

  1. Rechtsanspruch auf einen ganztägigen kostenfreien Kindergarten- sowie Schulplatz: Das reduziert die Notwendigkeit für Nachhilfe und sorgt außerdem für bessere Integration.
  2. Gesunde Schulen – Gratis gesundes Essen und tägliche Turnstunde: Unsere Kinder sollen täglich gesund und gratis Mittagessen können. Auch werden soziale Grenzen beim gemeinsamen Essen in der Schule überwunden. Und Sport ist nicht nur gesund, sondern unterstützt auch die Konzentrationsfähigkeit.
  3. Chancenindex – 5.000 LehrerInnen mehr, wo sie am meisten gebraucht werden: Wir wollen zusätzliche personelle Ressourcen nach dem tatsächlichen Bedarf verteilen. Hier kommt der sogenannte „Chancenindex“ zur Anwendung. Je größer die Probleme an einer Schule, desto mehr LehrerInnen sollen in Zukunft zum Einsatz kommen.
  4. Kostenfreier und ausreichender Zugang zu diagnostischen und therapeutischen Leistungen im Kindes- und Jugendalter: Arme Kinder von heute sind die chronisch kranken Erwachsenen von morgen. Um das zu verhindern, müssen ausreichend Therapieangebote wie Logopädie, Ergotherapie oder Psychotherapie vorhanden sein, die von den Krankenkassen vollständig übernommen werden.
  5. Familienbonus weiterentwickeln – 1.500 Euro für jedes Kind
  6. Kürzung der Mindestsicherung zurücknehmen: Die „Sozialhilfe Neu“ sieht vor, dass es für das zweite Kind künftig nur noch 4,30 Euro pro Tag gibt – ab dem dritten Kind wird der Betrag gar auf 1,50 Euro reduziert. Damit lässt sich natürlich kein gesundes Essen finanzieren. Sogar in Deutschland gibt es mit Hartz IV mehr.
  7. Unterhaltsgarantie einführen: Derzeit sind viele Frauen und Kinder auf sich allein gestellt, wenn die Unterhaltszahlung ausbleibt. Das führt viele Alleinerzieherinnen und ihre Familien in eine Notsituation bis hin zu offener Armut. Die Lösung ist die Einführung der staatlichen Unterhaltsgarantie, zu der sich im Wahlkampf 2017 alle Parteien bekannt haben, aber die noch immer nicht umgesetzt ist.
  8. Eltern die finanziellen Sorgen nehmen – Verdoppelung des Schulstartgeldes: Eltern geben für den Schulbesuch ihres Kindes im Durchschnitt 855 Euro pro Jahr aus (Kosten für das Mittagessen nicht eingerechnet). Allein zum Schulstart sind es rund 200 Euro. Eine Anpassung des 2011 eingeführten Schulstartgeldes an die Teuerung gab es bisher nicht. Deshalb soll das Schulstartgeld von 100 Euro auf 200 Euro angehoben werden.