Frauen verdienen gerechte Löhne!

Wir wollen nicht bis 2050 warten, bis Frauen und Männer gleich viel verdienen. Wir fordern nach isländischem Vorbild ein Gesetz, das gleichen Lohn für gleiche Arbeit garantiert.

Frauen verdienen in Österreich für die gleiche Arbeit im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer. Und die Lohnschere schließt sich viel zu langsam. Beim derzeitigen Tempo müssen Frauen in Österreich bis 2050 auf Lohngleichheit warten. Nach dem Arbeitsleben erhalten Frauen dann nur die Hälfte der Pension, die Männer bekommen, und sind besonders oft von Altersarmut betroffen.

Wir wollen die ungerechte Lohnschere schließen!

Unser neues Modell für Lohngerechtigkeit orientiert sich an Island, wo Unternehmen verpflichtet sind, die faire Bezahlung von Männern und Frauen zu dokumentieren. Bei Unterbezahlung sind Strafen fällig. „Ich will, dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen. Alles andere ist ungerecht. Wir müssen jetzt handeln, damit Frauen endlich den gerechten Lohn erhalten, den sie verdienen“, stellt unsere Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner klar.

Vorbild Island

Seit Jänner 2018 gilt in Island ein Gesetz, das es Unternehmen verbietet, Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit ungleich zu bezahlen – weltweit das erste dieser Art. Betroffene Frauen müssen nicht mehr nachforschen, ob sie schlechter bezahlt werden. Stattdessen müssen Unternehmen die faire Bezahlung dokumentieren. Wer schlechter zahlt, wird bestraft.

Was in Island funktioniert, kann auch in Österreich funktionieren.

Unser SPÖ-Plan für Lohngerechtigkeit:

  • Strafen bei Unterentlohnung von Frauen: Unternehmen sollen aktiv in die Pflicht genommen werden, ihre Mitarbeiterinnen gerecht zu bezahlen. Verdienen Frauen weniger als die ausgewiesenen Durchschnittsentgelte, so hat das Unternehmen das sachlich zu rechtfertigen. Ansonsten ist von einer Diskriminierung auf Grund des Geschlechts auszugehen. Bei Verstößen können ebenso wie bei einer Unterentlohnung nach Lohn- und Sozialdumpingbekämpfungsgesetz Verwaltungsstrafen verhängt werden.
  • Effektivere Einkommensberichte: Unternehmen ab 20 MitarbeiterInnen sollen einen Einkommensbericht vorlegen. Unternehmen müssen in diesen Berichten künftig den Gender-Pay-Gap ausweisen und einen Maßnahmenplan erstellen, wie sie strukturelle und finanzielle Unterschiede ausgleichen wollen.
  • Gleichwertige Arbeit definieren: Sehr oft werden Tätigkeiten schlechter entlohnt, obwohl sie dieselben Anforderungen – Kenntnisse und Fähigkeiten, Aufwand und Stress, Verantwortung, Bedingungen im Arbeitsumfeld – verlangen. Wir wollen gemeinsam mit Arbeitgeber- und ArbeitnehmervertreterInnen ganz klare Kriterien definieren, wann Einkommensunterschiede unterschiedlicher Tätigkeiten auf betrieblicher Ebene rechtfertigbar sind und wann nicht.
  • Mehr Selbstbestimmung, leichtere Vereinbarkeit: Jede/r soll einen Rechtsanspruch auf einen Wechsel von Vollzeit- auf Teilzeitarbeit und umgekehrt haben – und einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab dem 1. Lebensjahr des Kindes.
  • 50 Prozent der AMS-Mittel für Frauen: ÖVP und FPÖ haben bei jobsuchenden Frauen Geld gestrichen. Die SPÖ fordert, dass die Hälfte der AMS-Mittel für Frauen verwendet werden muss, damit sie am Arbeitsmarkt besser Fuß fassen können.

Mehr Infos zum Thema findest du in unserem Medienpapier.