Bildung

Faire Chancen für alle Kinder: Lernen wir von den Besten!

Bildung wird in Österreich so stark vererbt wie in kaum einem anderen Land. Die aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie haben gezeigt, wie es besser geht. „Lernen wir von den Besten!“, sagt unsere Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner und fordert u.a. mehr LehrerInnen und den Ausbau von Ganztagsschul- und Kinderbetreuungsplätzen.

Jedes Kind hat das Recht auf ein geglücktes und selbstbestimmtes Leben. Es ist Aufgabe der Politik, die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen – unabhängig von Herkunft, Wohnort oder Geldbörse der Eltern.

Nationaler Bildungskonvent

Ein zentraler Schlüssel für ein gutes Leben und die beste Schutzimpfung gegen Armut ist Bildung. Die aktuellen PISA-Ergebnisse bestätigen, dass hier noch viel zu tun ist: „Wir müssen in einem reichen Land wie Österreich dafür sorgen, dass Startchancen gleich fair und gerecht verteilt werden“, sagt Rendi-Wagner. Dafür braucht es eine bildungspolitische Wende. Denn wir wissen, wie gute Bildung nicht funktionieren kann: Mit Kompromissen auf dem Rücken unserer Kinder und einer Bildungspolitik, die Benachteiligungen einzementiert statt für echte Chancengerechtigkeit zu sorgen. Von der kommenden Regierung fordern wir daher einen parteiübergreifenden nationalen Bildungskonvent, der mit Blick auf Best-Practice-Beispiele in anderen Ländern Ziele und Maßnahmen für die nächsten Jahre erarbeitet. Lernen wir von den Besten!

Unsere Forderungen für gerechte Bildungschancen:

Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschulen:
9 von 10 Ländern aus der PISA-Spitzengruppe setzen auf ein ganztägiges Schulsystem.

  • Ausbau der Kindergärten, ein zweites Gratis-Kindergartenjahr und österreichweite Qualitätsstandards
  • Ausbau Ganztagsschule: In ganztägigen Schulformen wechseln sich Arbeitsblöcke mit Pausen und Bewegungsphasen ab. Dazu gibt es ein kostenloses Mittagessen, die tägliche Bewegungseinheit, Lernförderung und Angebote für die Ferienbetreuung.

Chancenindex endlich umsetzen:
Die Schulfinanzierung nimmt derzeit keine Rücksicht darauf, welche Herausforderungen ein Schulstandort hat.

  • Einführung eines Chancenindex: Die Mittel sollen künftig nach dem tatsächlichen Bedarf verteilt werden: Je größer die Probleme an einer Schule, desto mehr LehrerInnen sollen zum Einsatz kommen.
  • 5.000 zusätzliche LehrerInnen

Die besten Lehrerinnen und Lehrer:
Lehrerinnen und Lehrer sind Dreh- und Angelpunkt für Motivation, Lernfreude und die Unterrichtsqualität.

  • Bessere Ausbildung und innovative Pädagogik: digitale Lehrmethoden und digitale Kompetenzen ausbauen
  • Verpflichtende Weiterbildung und verpflichtendes Feedbacksystem
  • Mehr Zeit zum Unterrichten: Im internationalen Vergleich fehlt es im österreichischen Schulsystem vor allem an Unterstützungspersonal (administratives Personal, pädagogisch unterstützendes Personal).

Bildung im Zentrum der Zukunftslabors

SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid – eine der Leiterinnen der SPÖ-Zukunftslabors im Rahmen des SPÖ-Erneuerungsprozesses – will die Bildung als Querschnittsmaterie in allen Zukunftslabors ins Zentrum stellen, denn „Bildung ist der Schlüssel zum Meistern unserer Zukunftsherausforderungen und beeinflusst alle anderen Politikbereiche maßgeblich“.