Sport, CORONA-KRISE

Köllner: Statt konkreter Sporthilfe gibt’s nebulose Ankündigungen

Bild: vlaMas Photography

SPÖ-Sportsprecher kritisiert fehlende finanzielle Absicherung von Vereinen und fehlende Soforthilfe für Breitensport.

Scharfe Kritik übt SPÖ-Sportsprecher Maximilian Köllner anlässlich der Pressekonferenz von Sportminister Kogler. „Statt konkreter Hilfe für den Breiten-, Amateur- und Spitzensport, statt finanzieller Absicherung der Sportvereine gibt es wieder einmal wenig Konkretes“, so Köllner. Keine Informationen für die 15.000 Sportvereine, die einen wesentlichen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Österreich leisten, wie sie die Unterstützungsfonds nutzen können. „Dem Sport in Österreich wurde mit dieser Pressekonferenz ein Bärendienst erwiesen“, so Köllner, der auch eine rasche Corona-Lösung für die pauschale Reise- und Aufwandsentschädigung fordert. „Hier tappen die Vereine ebenfalls noch im Dunkeln“, so Köllner. Kritik übt der SPÖ-Sportsprecher, dass Kogler weder zur Abwicklung von Bundesliga-Spielen, noch zu den Einnahmenausfällen durch fehlende ZuschauerInnen erklärte. „Außerdem stellt sich die Frage, was mit den AbonenntInnen passiert, die für die gesamte Saison bezahlt haben?“, so Köllner.

Durch die Pandemie-bedingten Absagen seien für gemeinnützige Sportvereine und den Profisport existenzbedrohende wirtschaftliche Schäden entstanden. „Diese finanziellen Schäden müssen in Grenzen gehalten werden, damit die Vereine überleben können. Auch deshalb braucht es eine schrittweise Lockerung und eine sofortige konkrete finanzielle Unterstützung“, so Köllner. Insbesondere gemeinnützige Vereinen haben keine großen Rücklagen. „Die SPÖ fordert eine Ersthilfe für Sportvereine im Umfang von 100 Millionen Euro“, so Köllner. Er betont hier seine Unterstützung für Hans Niessl, Präsident von Sport Austria. Grundsätzlich sei es positiv, dass die kontaktlosen Sportarten ermöglicht werden und Schnelltests für alle Beteiligten bei Bundesliga-Spielen versprochen wurden.