Novemberpogrome

„Konsequent gegen Antisemitismus vorgehen!“

FB-Sujet Novemberpogrome

Das Gedenken an die Novemberpogrome ist ein dauerhafter Auftrag: „Wir müssen wachsam sein und konsequent gegen antisemitische und rassistische Tendenzen vorgehen!“, mahnt unsere Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner. Die SPÖ unterstützt die Forderung des MKÖ an die Bundesregierung, einen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus vorzulegen.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 begann mit den Novemberpogromen die systematische und gezielte Verfolgung, Vertreibung und Ermordung jüdischer Bürgerinnen und Bürger im Nationalsozialismus. „Die Novemberpogrome haben uns vor Augen geführt, wie schnell ein Klima von Hass und Hetze den Nährboden für Gewalt und Verbrechen legen kann. Umso mehr ist es unsere bleibende Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Antisemitismus und Rassismus keinen Platz in unserer Gesellschaft haben“, sagt Partei- und Klubvorsitzende Rendi-Wagner.

Dafür ist eine verantwortungsvolle Erinnerungskultur wichtig, betont SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch: „Der 9. November 1938 hat gezeigt, zu welchem Grauen und Schrecken es führt, wenn einer Gesellschaft Menschlichkeit und Mitgefühl verloren gehen. Und dieser Tag macht auch deutlich, dass Werte wie Freiheit, Demokratie und Menschenrechte in unserem Land nicht verhandelbar sind.“

Aktionsplan gegen Rechtsextremismus endlich vorantreiben!

Die jährliche Zunahme antisemitisch, rassistisch und rechtsextrem motivierter Gewalt ist besorgniserregend, sagt Deutsch: „Das muss Anlass für die Bundesregierung sein, die Arbeit am Aktionsplan gegen Rechtsextremismus endlich voranzutreiben“. Die SPÖ unterstütz die Forderung des Mauthausenkomitee Österreich, den von der Regierung angekündigten Nationalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus endlich voranzutreiben und vorzulegen.

Sabine Schatz, SPÖ-Sprecherin für Erinnerungskultur, mahnt ebenfalls ein, „wachsam gegen Antisemitismus in allen Formen vorzugehen“ und den Aktionsplan gegen Antisemitismus unbedingt mit dem angekündigten Aktionsplan gegen Rechtsextremismus zu akkordieren. Denn, so Schatz: „Aus dem Antisemitismus-Bericht der Israelitischen Kultusgemeinde und des Forum gegen Antisemitismus wissen wir, dass 83 Prozent der zuordenbaren antisemitischen Vorfälle einen eindeutigen rechtsextremen Hintergrund aufweisen.“ Schatz ruft die Regierung auf, schneller zu arbeiten. „Ankündigungen und Versprechungen haben wir genug gehört. Wir müssen hier endlich ins Tun kommen!“