Gründungstag der 1. Republik: Sozialstaat und Gesundheitssystem weiter stärken

Anlässlich des Jahrestags der Ausrufung der Ersten Republik am 12. November 1918 erinnert die SPÖ an die großen SozialdemokratInnen, die die Republik und den starken Sozialstaat aufgebaut haben.

Gemeinsam mit weiteren hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der Sozialdemokratie gedachten SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner und der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig der Gründung der Ersten Republik und der Anfänge der parlamentarischen Demokratie in Österreich. Rendi-Wagner betonte, dass viele SozialdemokratInnen an der Wiege der Ersten Republik standen. Besonders aber erinnerte sie an Karl Renner, „der gerade auch aus seiner eigenen Armutserfahrung heraus ein Mitbegründer eines starken Sozialstaates war, den die Sozialdemokratie über Jahrzehnte weiterentwickelt, gestärkt und immer wieder gegen Angriffe verteidigt hat.“ Michael Ludwig betonte, „dass Geschichte etwas ist, das man immer genau im Blick haben muss, weil sich manche Dinge in der Gegenwart – zwar anders, aber doch – wiederholen“.

Gerade jetzt zeigt sich wie wichtig ein starker Sozialstaat ist

Gerade jetzt in der Corona-Krise sei deutlich vor Augen geführt worden, wie wichtig ein starker Sozialstaat ist. „Denn wäre der Ruf nach ‚mehr privat, weniger Staat‘ erhört worden, wäre es unmöglich, der Corona-Krise zu begegnen“, sagte Rendi-Wagner und betonte, dass das sowohl für das Gesundheitssystem gelte als auch für die Bekämpfung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise. „Unsere Aufgabe ist ganz klar: Stärken wir diesen Sozialstaat weiter. Entwickeln wir ihn weiter, machen wir ihn widerstandsfähiger“, so Rendi-Wagner mit Hinweis auf die Rekordarbeitslosigkeit. „Denn es gibt einen Grundsatz, der Teil der DNA der SPÖ ist: Solidarität macht Österreich stärker“, betonte die SPÖ-Klubobfrau.

Menschen mitnehmen auf die Reise in eine bessere Zukunft

Ludwig erinnerte an die Erfolge des Roten Wien. „Unter der Führung von Jakob Reumann und Karl Seitz hat sich ein Dream-Team gebildet“: Hugo Breitner, Julius Tandler und Otto Glöckl, die für den sozialen Wohnbau, den Aufbau des wegweisenden Gesundheitssystems und die Bildungsreformen verantwortlich waren. „Wir werden auch weiterhin dafür eintreten, dass wir über die Parteigrenzen hinweg die Menschen auf diesen Weg, auf dieser Reise in eine bessere Zukunft, mitnehmen – gemeinsam mit der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften.“ Wohin der Weg gehe, habe Bruno Kreisky unter dem Motto „Aufstieg, Leistung, Sicherheit“ schon in den 70er Jahren gezeigt.

Repräsentanten der SPÖ beim Karl-Renner-Denkmal

Neben SPÖ-Vorsitzender Pamela Rendi-Wagner und Bürgermeister Michael Ludwig gedachten u.a. die Zweite Nationalratspräsidentin Doris Bures, SPÖ-Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch, der Vorsitzende der SPÖ Niederösterreich Franz Schnabl, der Landtagspräsident Ernst Woller, die StadträtInnen Veronica Kaup-Hasler, Jürgen Czernohorszky und Peter Hacker, die SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek, die SPÖ-Nationalratsabgeordneten Julia Herr und Jan Krainer, ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schuhmann, der Wiener SPÖ-Klubobmann Josef Taucher, die Wiener SPÖ-Landesgeschäftsführerin Barbara Novak, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger, die Wiener Landesfrauenvorsitzende, Landtagsabgeordnete Marina Hanke, BSA-Präsident Andreas Mailath-Pokorny, die Wiener Landtagsabgeordneten Gerhard Schmid, Peter Florianschütz und Marcus Schober, die Direktorin des Renner-Instituts Maria Maltschnig sowie die Gesundheitssprecherin des PVÖ NR.a.D. Elisabeth Pittermann.