Schulschließungen grundfalsch – Regierung verantwortlich für fehlende Sicherheitskonzepte!

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Wir sind davon überzeugt, dass es grundfalsch ist, Schulen zu schließen. Sowohl nationale als auch internationale Studien belegen, dass Kinder in der Schule kein relevanter Infektionstreiber sind.

„Natürlich können sich Kinder infizieren, aber wir wissen, dass Kinder verglichen mit Erwachsenen nur ein Zehntel der Infektionsrate haben“, so die SPÖ-Vorsitzende bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Hauptausschusses des Nationalrats am 15. November. Die SPÖ hat immer einen konstruktiven, sachlichen und lösungsorientierten Zugang, um gemeinsam diese Jahrhundertkrise zu bewältigen. „Aufgrund des Versagens der Regierung im Corona-Management ist eine Notbremsung mit verschärften Maßnahmen auch notwendig“, so unsere Vorsitzende. Schulschließungen können wir jedoch aus fachlicher Sicht nicht mittragen.

Schulschließungen haben enorme Nebenwirkungen

„Schulen zusperren kann jeder. Seit Monaten hätte die Regierung die Verantwortung gehabt, Sicherheitskonzepte für die Schulen zu entwickeln, um Schulen zu sicheren Orten zu machen und dazu beizutragen, dass PädagogInnen und SchülerInnen sicher sind. Doch die Regierung hat die Schulen alleine gelassen und kein Sicherheitskonzept entwickelt“, kritisiert unsere Vorsitzende. Aktuelle Ages-Daten belegen, dass die 15 bis 18-jährigen OberstufenschülerInnen, die bereits seit über zwei Wochen im Distance Learning sind, eine höhere Infektionshäufigkeit als in der Schule zeigen, so Rendi-Wagner. Schulen zuzusperren hat wenig Nutzen, aber große wirtschaftliche und gesundheitliche Nebenwirkungen. „Allein schon durch die mangelnde Bewegung bekommen mehr Kinder Übergewicht und es kommt zu mehr psychischen Problemen. Und auch die Bildungslücke tragen Kinder wie einen Rucksack ein Leben lang mit.“

Schulschließungen aus fachlicher Sicht nicht mitzutragen

Österreich hat durch das Versagen der Regierung den weltweit höchsten Anstieg an Neuinfektionen – vom Vorzeigeland im Frühjahr zum Schlusslicht weltweit. Dafür trägt die Regierung die Hauptverantwortung! Da es in den nächsten Tagen zu Engpässen auf den Intensivstationen kommen könnte, ist der neuerliche Lockdown grundsätzlich aber notwendig. Unsere Vorsitzende stellt klar: „Ja, es braucht eine Notbremse. Aber Schulen zu schließen, ist keine wirksame, aber dafür eine umso schädlichere Maßnahme. Das habe ich immer gesagt und ich habe in den letzten Wochen wiederholt vor diesem Schritt gewarnt.“ Da die Schulschließungen aus fachlicher Sicht nicht mitzutragen sind, stimmt die SPÖ dem Gesamt-Lockdown-Paket nicht zu.