Unser Plan für effektives Corona-Management

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Das Versagen der Regierung im Corona-Management hat dazu geführt, dass wieder verschärfte Maßnahmen notwendig geworden sind. Wir sagen: Ein dritter Lockdown muss auf jeden Fall verhindert werden. Dazu braucht es einen Strategiewechsel: unser 5-Punkte-Plan für ein effektives Corona-Krisenmanagement.

Österreich hat weltweit die höchste Neuinfektionsrate, unsere Krankenhäuser sind an den Grenzen der Belastbarkeit. Eine Notbremsung mit verschärften Maßnahmen ist jetzt notwendig, um sie vor dem Kollaps zu bewahren. Das hätte mit einem guten Corona-Management vermieden werden können. Doch die Regierung hat den Vorsprung aus dem Frühling in den vergangenen Monaten wieder verspielt.

Das Versagen von Türkis-Grün im Corona-Management:

  • trotz Warnung vor einem Infektionsanstieg gab es keine Vorbereitung auf den Herbst,
  • keinen Ausbau des Contact-Tracing über den Sommer,
  • kein Aufrüsten der Intensivstationen und
  • kein Konzept für einen sicheren Schulalltag.

Vorausschauend planen statt nur reagieren

„Damit es in Österreich nicht zu einem dritten Lockdown kommt, muss das Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung so schnell wie möglich besser, effizienter und vorausschauender sein. Die Regierung muss aus den Fehlern, die zum zweiten Lockdown geführt haben, lernen und darf sie in Zukunft nicht wiederholen“, sagt unsere Partei- und Klubvorsitzende Pamela Rendi-Wagner. Es braucht einen Strategiewechsel im Corona-Management: vorausschauend planen statt nur reagieren.

Dritten Lockdown verhindern!

„Das Virus verschwindet auch nach dem zweiten Lockdown nicht – auch wenn der Anstieg eingebremst werden kann“, betont Rendi-Wagner. Lehnt sich die Regierung wieder zurück wie nach dem ersten Lockdown, wird es wieder zu einem Neuanstieg der Infektionen kommen und damit womöglich zu einem dritten Lockdown.  Ziel muss es sein, die Virus-Ausbreitung auch in den kommenden Monaten unter Kontrolle zu behalten und einen dritten Lockdown zu verhindern. Für die Zukunft braucht es daher neue Strategien im Umgang mit der Corona-Pandemie.

5 Punkte für eine neue Strategie im Corona-Krisenmanagement:

  • 1.000 Personen zusätzlich fürs Contact-Tracing: Die Kontaktpersonen-Nachverfolgung ist die wirksamste Waffe gegen die Ausbreitung des Virus. Und sie liefert die Daten, die zeigen, ob Maßnahmen wirken oder nicht. 1.000 neue Contact-Tracer würden eine funktionierende Nachverfolgung auch bei höheren Fallzahlen gewährleisten.
  • Einheitliche Teststrategie: Ein Test pro Woche für Risikogruppen, für Menschen, die mit Risikogruppen arbeiten, und für alle, die viel Kontakt zu anderen Menschen haben: in Spitälern und Pflegeheimen, Schulen, Gastronomie und Tourismus. Massentestungen haben dann Sinn, wenn sie regelmäßig wiederholt werden.
  • Corona-Impfstrategie: Die Regierung muss vorbereitet sein, bevor die ersten Impfstofflieferungen in Österreich ankommen. Dazu gehören Transport und Lagerung des Impfstoffs und ein IT-System zur Anmeldung und Abwicklung der Impfung. Zuerst werden Risikogruppen und Schlüsselpersonal geimpft. Was jetzt vorbereitet werden muss: Impfzentren in ganz Österreich und mobile Impfteams für Pflegeheime.
  • Intensivstationen für den Worst Case aufrüsten: Österreich muss in der Lage sein, die intensiv-medizinischen Kapazitäten im Worst Case auf Knopfdruck im ganzen Land hochzufahren. Dafür muss jetzt der Plan erarbeitet werden. Wesentlicher Teil des Plans müssen zentral koordinierte Personal-Umschulungen für weitere Intensivkapazitäten sein.
  • Klare Regeln nach dem zweiten Lockdown – die Maske darf nicht wieder fallen:
    • Sicherheitskonzepte für einen sicheren Schulunterricht, Wintertourismus etc.
    • Tragen von Mund-Nasen-Schutz in Innenräumen aufrechterhalten
    • Strenge Quarantäne und Test am 5. Tag bei Einreisen aus Hochrisikoländern