7 Punkte für eine wirksame Corona-Impfstrategie  

Unsere Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner hat wesentliche Eckpunkte einer Corona-Impfstrategie für Österreich vorgelegt. Diese ist Teil des 5-Punkte-Plans für effektives Corona-Management. „Ziel sollte sein, zwei Drittel der Bevölkerung zu impfen – freiwillig, sicher und wirksam!“, sagt Rendi-Wagner.

„So wie viele, setze auch ich große Hoffnungen in einen Impfstoff gegen Corona. Unser Land braucht nach dem zweiten harten Lockdown eine positive Perspektive! Dazu zählt auch eine gut geplante österreichweite Corona-Impfstrategie, damit sich so viele Menschen wie möglich in kurzer Zeit schützen können“, sagt unsere Partei- und Klubvorsitzende. Ziel im Sinne eines Herdenschutzes ist es, rund zwei Drittel der Bevölkerung zu impfen – und das freiwillig. „Die Vorbereitungen für die größte Impfaktion, die Österreich je erlebt hat, müssen spätestens jetzt beginnen!“, fordert Rendi-Wagner.

Impfstrategie für Österreich – Eckpunkte:

Die von SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner vorgelegte Corona-Impfstrategie umfasst 7 Eckpunkte, die sicherstellen, dass möglichst rasch, sicher und wirksam geimpft werden kann, sobald die ersten Impfdosen geliefert werden.

  1. Zentrale Organisation und Logistik
  • Beschaffung und Finanzierung (Impfstoff- und Durchführungskosten) durch das Gesundheitsministerium
  • Rahmenplan für Infrastruktur für sicheren Transport, Lagerung (-80°C Kühlung), Verteilung und Impfaktionen. In enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Bundesländern, dem Bundesheer (sowie den Hilfsorganisationen Rotes Kreuz, Samariterbund etc.) muss dazu eine logistische Infrastruktur geschaffen werden, die sicherstellt, dass die Impfstoffe so gelagert, transportiert und verteilt werden, dass die Kühlkette jedenfalls eingehalten wird. Dabei ist zu beachten, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass parallel verschiedene Covid-Impfstoffe mit unterschiedlichen Kühl- und Lagerungserfordernissen zum Einsatz kommen werden.
  1. Niederschwellige und wohnortnahe Impfaktionen
  • Errichtung von fixen und mobilen Impfstationen österreichweit. Ziel ist eine wohnortnahe Impfung.
  • Breite Personalrekrutierung und Schulung (u.a. ÄrztInnen, Medizin-StudentInnen, SanitäterInnen etc.)
  • Mobile Impfteams für gefährdetste Personen (Alten- und Pflegeheime)
  1. Priorisierung von Personengruppen
  • Stufe 1: Risikopersonen, die aufgrund ihres Alters (+65) oder vorbelasteten Gesundheitszustandes ein signifikant erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf haben. Insbesondere dann, wenn sie eine erhöhte Kontaktdichte (etwa in Pflegeheimen) aufweisen. Gleichzeitig gehören auch jene bereits in der ersten Phase geimpft, die in der Betreuung von an COVID-19-Erkrankten arbeiten (Covid-exponiertes Gesundheits- und Pflegepersonal).
  • Stufe 2: Gesamtes Gesundheitspersonal und Personen, die für das Gemeinwesen besonders relevante Funktionen erfüllen, wie z.B. LehrerInnen, KindergartenpädagogInnen, PolizistInnen, Feuerwehr.
  • Stufe 3: Gesamte Bevölkerung ab Zulassungsalter der Impfstoffe
  1. Breite Informations- und Aufklärungsoffensive
  • Falls die Impfstoffe die Weitergabe der Infektion verhindern oder erheblich reduzieren, muss unser Ziel eine 2/3-Durchimpfungsrate im Sinne eines Herdenschutzes sein. Dafür braucht es eine breit angelegte Informations- und Aufklärungsoffensive, die mit klaren, verständlichen und transparenten Infos über Nutzen, Wirksamkeit und mögliche Risiken der Impfung breit informiert. Vertrauen ist hier entscheidend!
  1. Digitales und telefonisches Anmeldesystem
  • Gestaffelte Zeitfenster für Impftermine, um Infektionsrisiko zu minimieren und große Menschenansammlungen zu vermeiden.
  1. Impf-Dokumentation mittels elektronischem Impfpass

  2. Nationale wissenschaftliche Begleitung
  • Aktives Monitoring von Wirksamkeit und Sicherheit