Öffnungen über Schulbetrieb hinaus großes Risiko

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Die Öffnung der Schulen ab dem 8. Februar ist richtig und notwendig. Mit den darüber hinausgehenden Lockerungen allerdings gibt die Bundesregierung die Kontrolle über das Corona-Virus ab, ein rascher Anstieg der Infektionszahlen ist zu befürchten. Jetzt muss Tempo beim Impfen und Testen gemacht werden, sagt unsere Vorsitzende Pamela Rendi-Wagner.

Die türkis-grüne Bundesregierung hat Lockerungen des Lockdowns über die Schulöffnungen hinaus beschlossen. „Das Ziel eines verantwortungsvollen, seriösen Corona-Krisenmanagements muss sein, immer die maximale Kontrolle über das Risiko und das Virus zu haben – nicht umgekehrt“, betont unsere Vorsitzende, Klubobfrau Pamela Rendi-Wagner. Die Regierung hat mit den beschlossenen Öffnungsschritten diese Kontrolle abgegeben, die allerdings medizinisch, wirtschaftlich, politisch, gesellschaftlich und für den Erhalt von Arbeitsplätzen wichtig wäre.

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Präsenzunterricht wichtiger und notwendiger Schritt

Dass in den Schulen wieder zum Präsenzunterricht zurückgekehrt wird, bewertet unsere Vorsitzende positiv, denn das Distance Learning hat bereits starke negative Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche, vor allem im psychischen Bereich. Dieser Öffnungsschritt ist deswegen möglich, weil auch die Antigen-Selbsttests, für die sich unsere Vorsitzende seit Anfang Dezember eingesetzt hat, in den Schulen angewendet werden sollen. „Das muss flächendeckend in allen Schulen klappen“, sagt Rendi-Wagner. LehrerInnen und SchülerInnen werden zweimal die Woche getestet, damit Schulen zu sicheren Orten werden und nicht mehr geschlossen werden müssen.

Exponentieller Anstieg der Infektionszahlen zu befürchten

Lockerungen über die Schule hinaus sind ein großes Risiko, weil die Infektionszahlen nach wie vor zu hoch und die Impfzahlen zu niedrig sind. Es kann in wenigen Wochen wieder zu einem exponentiellen Wachstum kommen, ein neuerlicher Lockdown wäre nötig.

Die Regierung hatte das Ziel, die Zahlen auf einen Tageswert von 700 Neuinfektionen zu drücken. Das ermöglicht kontrolliertes und schrittweises Öffnen und die Kontrolle über die Virus-Ausbreitung. „Dieses wichtige Ziel hat die Regierung aufgegeben“, kritisiert unsere Vorsitzende. Auch der Bundeskanzler hat von einem „realistischen Szenario“ des exponentiellen Anstiegs als realistische Folge der Lockerungen gesprochen. Die Bundesregierung öffnet und sagt gleichzeitig, dass sie die Kontrolle über das Virus nicht hat.

Pressekonferenz zu den aktuellen Corona-Entwicklungen mit Bundespartei- und Klubvorsitzender Pamela Rendi-Wagner.

Posted by Pamela Rendi-Wagner on Tuesday, February 2, 2021

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Tempo beim Impfen und Testen

Richtig wäre es gewesen, die Schulen zu öffnen und bei den restlichen Bereichen noch zwei bis drei Wochen durchzuhalten und die Zeit zu nützen, um die Infektionszahlen zu drücken, die Impfzahlen der Risikogruppen und des Gesundheitspersonals zu erhöhen und die Wohnzimmertests österreichweit umzusetzen, sie also allen Menschen wie beschlossen kostenfrei zur Verfügung zu stellen.Die Bundesregierung hat einen anderen Weg gewählt und ist ein großes Risiko eingegangen, sie hat die Kontrolle abgegeben. Die Verantwortung dafür trägt voll und ganz die Bundesregierung“, sagt unsere Vorsitzende.