„Ich warne vor weiteren Öffnungsschritten“

PK Rendi-Wagner aktuelle Corona-Lage (2)

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner spricht sich angesichts der weiter steigenden Infektionszahlen klar gegen weitere Lockerungen aus. Öffnungen müssten nachhaltig sein und dürften keine weiteren Lockdowns zur Folge haben. „Ich bin für einen Weg der Sicherheit, der Kontrolle und der Vorsicht. Ich will keine Situation, wie wir sie in Österreich im November hatten", sagt sie.

Als die Bundesregierung Anfang Februar die Öffnungen beschlossen hatte, ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen bei knapp über 1.000 gelegen. Nun, Ende Februar liegen sie bei annähernd 2500. Diese Entwicklung „ist hoch riskant“. Denn man hat aufgrund der „zu frühen Öffnungen, aufgrund der sich stark ausbreitenden Virusmutationen eine sehr instabile Situation“.

Testen allein kann Anstieg nicht kontrollieren

Vermehrtes Testen sei richtig und wichtig – seit einem Jahr eine zentrale Forderung der SPÖ-Vorsitzenden, aber: „Bei dieser zu hohen Fallzahl, die wir seit den Öffnungen und aufgrund der Mutationen sehen, kann Testen alleine diesen gefährlichen Anstieg nicht zu 100 Prozent unter Kontrolle zu bringen“, erklärt Rendi-Wagner.

Öffnungen beschleunigen Kontrollverlust

Man kann davon ausgehen, dass sich der Trend des Anstiegs der Infektionszahlen fortsetzt, denn die aktuellen Infektionen wird man erst in zehn Tagen in den Statistiken sehen. Jeglicher weiterer Öffnungsschritt werde „den schon jetzt zu beobachtenden Kontrollverlust über das Infektionsgeschehen weiter beschleunigen“. Die Bundesregierung habe daher die zentrale Aufgabe, „den Anstieg der Infektionen zu stoppen, die Zahlen zu senken und die Kontrolle über das Virus zu bekommen. Weitere Öffnungen zum jetzigen Zeitpunkt wären die Kapitulation vor dem Virus mit verheerenden Folgen für den Gesundheitsschutz und die Wirtschaft“, sagt die SPÖ-Chefin. „Mein Ziel ist es, dauerhaft und nachhaltig zu öffnen – sodass kein Lockdown mehr notwendig ist bis zur breiten Durchimpfung. Das ist für die Menschen und die Wirtschaft das Allerbeste“, betont Rendi-Wagner. Die derzeitige Situation sehe aber anders aus.