DISKUSSION ZUR "ZUKUNFT EUROPAS"

Fischer, Ludwig und Asselborn: Aktuelle Herausforderungen nur gemeinsam zu bewältigen

Bild: SPÖ/Markus Sibrawa

In einer hochkarätig besetzten Diskussionsveranstaltung der SPÖ-Bundesbildung waren sich Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Bundespräsident a.D. Heinz Fischer einig: Die großen Herausforderungen können nur mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung der EU-Mitgliedstaaten bewältigt werden.

Auf Einladung der SPÖ-Bundesbildung fand in der Wiener Urania eine hochrangig besetzte Diskussionsveranstaltung unter dem Titel „Die Zukunft Europas“ statt. Im Zentrum der Diskussion standen aktuelle Krisen wie der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und Fragen der Energieversorgung. SPÖ-Bundesbildungsvorsitzender Gerhard Schmid betonte dabei die verbindende Rolle der EU: „Die EU wurde als Friedensprojekt gegründet und wird weiter das Verbindende über das Trennende stellen.“

Der Wunsch, Krisen gemeinsam und in einer Gesellschaft zu lösen, verstärkt sich. Den muss man wieder durch Vertrauen…

Posted by Michael Ludwig on Thursday, October 20, 2022

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Energie gemeinsam einkaufen und leistbar machen

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn plädierte für eine Stärkung der Unabhängigkeit der EU von russischem Gas und für den Ausbau Erneuerbarer Energien: „Wir müssen als EU schauen, dass Energie verfügbar ist und dass sie bezahlbar ist.“ Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig setzte sich für einen koordinierten Gaseinkauf der EU am Weltmarkt ein.

Ukraine – Wien als Ort für Friedenskonferenz

„Im besten Fall entwickelt sich der Krieg in Richtung Schweigen der Waffen und die EU schafft es, die wirtschaftliche Krise und den Preisauftrieb durch vernünftige Maßnahmen zu bremsen“, plädierte auch Bundespräsident a.D. Heinz Fischer für ein gemeinsames Vorgehen der EU. Ludwig brachte hier Österreich und Wien als möglichen Ort für eine Friedenskonferenz ins Spiel.

Jeden Tag um Grundwerte kämpfen

Thema der Diskussionsveranstaltung waren auch die Grundwerte der Europäischen Union. „Wir dürfen es als EU nicht hinnehmen, dass Justiz oder Medien nicht frei sind“, sagte Asselborn mit Verweis auf Länder wie Ungarn und Polen. Dafür müsse man jeden Tag kämpfen, ansonsten gebe es bald kein freies Europa mehr. Nur „wenn wir weiter die gemeinsamen Werte respektieren, kann die EU die EU bleiben“, so Asselborn. Ludwig sagte, es brauche mehr und nicht weniger Europa – „ein Europa der Solidarität, des sozialen Zusammenhalts und der Kooperation angesichts der vielen Krisen unserer Zeit“. Städten kommt hier eine wichtige Bedeutung bei der Problemlösung zu.