BILDUNG

Gratis Nachhilfe für alle!

Bild: Nicole Luger- Göttl

Gerade Familien sind besonders von der Teuerung betroffen. Nicht alle Eltern können ihren Kindern beim Lernen helfen oder teure Nachhilfestunden bezahlen. Die SPÖ will, dass alle Kinder ganzjährig gratis Nachhilfe bekommen. In den Sommerschulen soll es Nachhilfe für Nachprüfungen geben, fordert SPÖ-Bildungssprecherin Petra Tanzler.

Nachhilfe ist teuer. Viele Eltern können sich das für ihre Kinder nicht leisten. Es ist Zeit, dass ÖVP-Bildungsminister Polaschek „seiner Verantwortung nachkommt und diese nicht länger auf die Familien, die von der Teuerung betroffen sind, abwälzt“, sagt unsere Bildungssprecherin Petra Tanzler. Derzeit starten die Sommerschulen in Ostösterreich, ab kommender Woche im Westen. Das Ziel: den Lernstoff vergangener Jahre zu wiederholen und sich auf die nächste Schulstufe vorzubereiten. Heuer haben sich rund 33.000 Kinder und Jugendliche für die Sommerschule angemeldet, in den vergangenen beiden Jahren waren es rund 39.000. Die Anmeldezahlen für die Sommerschule sinken, während die Ausgaben für private Nachhilfe steigen – das muss evaluiert werden.

Sommerschule für Schüler*innen mit Nachprüfung erweitern

Die SPÖ will, dass die Sommerschule einen Fokus auf Schüler*innen mit Nachprüfungen setzt. Die Sommerschule soll erweitert und um ein Angebot für Schüler*innen mit Nachprüfung ausgebaut werden – denn derzeit ist die Sommerschule nicht explizit auf die Vorbereitung zur Nachprüfung angelegt. Jeder Schülerin bzw. jedem Schüler soll ein individuelles Lernangebot im jeweiligen Fach gemacht werden, das in den zwei Wochen vor der Nachprüfung stattfindet. Die Lehrer*innen sollen entweder 50 Euro pro Unterrichtsstunde oder Anspruch auf Zeitausgleich bekommen.

Gratis Nachhilfe für Schüler*innen das ganze Jahr

Außerdem soll Nachhilfe das ganze Jahr über für alle Schüler*innen kostenlos sein. Im Schuljahr 2022/2023 haben Eltern 121 Millionen Euro für private Nachhilfe ausgegeben – ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 167.000 und damit 17 Prozent der Schüler*innen haben im Schuljahr oder im Sommer davor bezahlte Nachhilfe in Anspruch genommen. Vorbilder für diesbezügliche Maßnahmen gibt es in Wien, dem Burgenland oder Traiskirchen. „Es kann nicht sein, dass hier die Länder und Gemeinden die Arbeit des Bildungsministers machen“, kritisiert Tanzler.