Mehr Geld für PendlerInnen

ÖBB Pendeln

Von den Verbesserungen durch die Reform profitieren

ÖBB Pendeln
  • Teilzeitbeschäftigte; künftig bekommen alle eine Pendlerpauschale (bisher nur, wer 3 oder mehr Tage/Woche pendeln musste)
  • 1 Mio. Menschen, weil zum Freibeitrag (nützt Besserverdienern) auch ein Absetzbetrag dazukommt – 1 Euro direkt pro gefahrenem Kilometer
  • sowie Geringverdiener, die keine Lohnsteuer zahlen, weil der Pendlerzuschlag erhöht wird.
  • Mit dem "Job-Ticket" wird zusätzlich der ökologische Aspekt gestärkt und es profitieren Öffi-Fahrer: Wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Öffi-Ticket zahlt, ist das künftig für alle steuer- und abgabenfrei.

Staatssekretär Josef Ostermayer – er hat für die SPÖ die Reform mitverhandelt – sieht v.a. in der Einigung auf einen Absetzbetrag (ein Euro pro gefahrenem Kilometer) einen wichtigen Erfolg. Dieser wird nun als Absetzbetrag vom Finanzministerium direkt ausgezahlt. Das heißt, dass nicht nur Besserverdiener profitieren. Auch die Anhebung des Maximal-Betrages des "Pendler-Zuschlags" von 141 auf 290 Euro für jene Geringverdiener, die keine Steuern zahlen, begrüßt der Staatssekretär.

Auch für die Teilzeit- und Wochenpendler konnte die SPÖ eine bessere Regelung erwirken, als sie ursprünglich die ÖVP wollte.

Das haben wir SPÖ-Frauen schon lange gefordert, und davon werden vor allem Frauen profitieren", begrüßt auch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek die Neuerungen, die "vor allem Frauen und Menschen mit geringem Einkommen zugute kommen. Besonders erfreulich ist, dass auch Teilzeitbeschäftigte in Zukunft einen Anspruch auf das PendlerInnenpauschale haben.

Lob von Arbeiterkammer + ÖGB

Lob für die Einigung gibt es von Arbeiterkammer und Gewerkschaft, die schon seit längerem eine Reform fordern. Beide begrüßen die Verbesserungen für Teilzeitbeschäftigte, die Negativsteuer und das Job-Ticket. "Ein wichtiger Schritt, der den Pendlerinnen und Pendlern hilft", so AK-Präsident Herbert Tumpel.

Auch ÖGB-Präsident Erich Foglar begrüßt "wichtige Verbesserungen für die ArbeitnehmerInnen".

Die Eckpunkte der Reform

NEU: Pendlerpauschale auch für Teilzeitbeschäftigte – rund 50.000 Betroffene

  • Bisher: weniger als 3 Tage/Woche pendeln – keine Pauschale
  • Künftig: Pendlerpauschale wird aliquot ausgezahlt: 2 Tage/Woche: 2/3, 1 Tag/Woche : 1/3; VP wollte Fünftelregelung (1/5, 2/5)

NEU: Pendlerabsetzbetrag – 1 Mio. Menschen profitieren von mehr Gerechtigkeit

  • Auf das bestehende System (Freibetragsmodell, große/kleine Pendlerpauschale, 20-km-Schritte) wird ein zusätzlicher Absetzbetrag aufgesetzt:
  • 1 Euro pro gefahrenem Kilometer (zwischen Arbeitsplatz und Wohnsitz) jährlich

NEU: Pendlerzuschlag – also für jene Pendler, die so wenig verdienen, dass sie keine Lohn- und Einkommenssteuer bezahlen – rund 100.000 Betroffene

  • Bisher: max. Zusammensetzung: 110 € (Negativsteuer) + 141 € (Pendlerzuschlag – max. 15% der bezahlten SV-Beiträge) = 251 €
  • Künftig: max. Zusammensetzung: 110 € (Negativsteuer) +290 € (Pendlerzuschlag – max. 18% der bezahlten SV-Beiträge) = 400 €

Bruttoeinkommen
pro Monat in €

Förderung bisher

Förderung NEU
bei 18%
der
SV-Beiträge

800

251

301

900

251

338

1000

251

375

1.100

251

400

1.200

251

400

NEU: Job-Ticket als Beitrag zur Ökologisierung

  • Bisher: bezahlt Unternehmen dem Arbeitnehmer Ticket für den öffentlichen Verkehr (Job-Ticket) nur steuerfrei, wenn Pendlerpauschale zusteht – ansonsten: vom Arbeitnehmer als Sachbezug zu versteuern
  • Künftig: Job-Ticket ist steuer- und abgabenfrei

Beispiele:

Pendlerzuschlag:

  • Bruttomonatseinkommen 1.200 €: 400 € statt bisher 251 € (+149 €)

Kleines Pendlerpauschale – 35 km Fahrtstrecke:

  • Bruttomonatseinkommen 2.200 €:
    324 € statt bisher 254 € (+70 € Absetzbetrag)
  • Bruttomonatseinkommen 4.200 €:
    371 € statt bisher 301 € (+70 € Absetzbetrag)
  • Bruttomonatseinkommen 7.200 €:
    418 € statt bisher 348 € (+70 € Absetzbetrag)

Großes Pendlerpauschale – 40 km Fahrtstrecke:

  • Bruttomonatseinkommen 2.200 €:
    1.017€ statt bisher 937€ (+80€ Absetzbetrag)
  • Bruttomonatseinkommen 4.200 €:
    1.189€ statt bisher 1.109€ (+80€ Absetzbetrag)
  • Bruttomonatseinkommen 7.200 €:
    1.364€ statt bisher 1.284€ (+80€ Absetzbetrag)