Nachhaltigkeitskonferenz der Bundes-Themeninitiative Umwelt und Nachhaltigkeit

Die Bundes-Themeninitiative Umwelt und Nachhaltigkeit der SPÖ lud am 31.01.2020 zur Nachhaltigkeitskonferenz in die Bezirksräumlichkeiten der SPÖ Neubau im 7. Wiener Gemeindebezirk ein.

. Im einleitenden Referat berichteten die Koordinatoren der Themeninitiative Christian Kaiserseder und David Steiner von sehr arbeitsintensiven und erfolgreichen Monaten seit der Gründung der Themeninitiative im Dezember 2018: Eine reichweitenstarken Social-Media-Kampagne wurde gestartet und zahlreiche öffentlichen Veranstaltungen und Diskussionsrunden in den Bundesländern abgehalten. Auch das inhaltliche Rahmenwerk der Themeninitiative, der Aktionsplan „Klimagerechtigkeit“, wurde vorgestellt. Dieser soll in den kommenden Monaten erweitert werden und stellt somit die Grundlage für zukünftige Arbeitspapiere der Themeninitiative dar.

Podiumsdiskussion zum Begriff Nachhaltigkeit aus sozialdemokratischer Perspektive

Höhepunkt der Konferenz war eine Podiumsdiskussion zum Begriff der Nachhaltigkeit aus sozialdemokratischer Sicht. Reinhard Uhrig von Global 2000 verwies dabei auf die fortschreitende Klimakrise, die es unumgänglich mache, Umwelt und Nachhaltigkeit stärker in den Fokus zu rücken. Sigrid Stagl, Leiterin des Instituts für ökologische Ökonomie an der Wirtschaftsuniversität Wien, forderte einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaft: „Wir müssen weg vom unhinterfragten Zwang des steigenden Wirtschaftswachstums und hin zu einem nachhaltigen und ökologischen Wirtschaftssystem.“ SPÖ-Klimasprecherin Julia Herr pochte auf die Grundwerte der Sozialdemokratie: „Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die wichtigsten Grundpfeiler unserer Partei im Kampf gegen den Klimawandel und die immer stärker werdenden Ungerechtigkeiten unseres Wirtschaftssystems.“

Michael Soder, Ökonom der AK Wien, rückte den Begriff der „Just Transition“ in den Fokus, also die Unterstützung von Beschäftigten im Zuge des Strukturwandels und deren Schutz vor negativen sozialen Auswirkungen. „Der Wandel, der sich durch die notwendige Dekarbonisierung in sehr naher Zukunft einstellen wird, macht eine zielgerichtete Begleitung zwingend notwendig, um entstehende Ängste und Widerstände in diesen Prozessen zu verhindern.“ Auch der Punkt Energie wurde von Christian Kaiserseder angesprochen: „Die nicht verbrauchte Kilowattstunde Energie ist für mich die beste und ein sehr wichtiger Punkt in der Dekarbonisierung unserer energieintensiven Prozesse. Nämlich die Steigerung der Energieeffizienz und die Maximierung möglicher Einsparpotentiale beim Einsatz von Energie.“

„Die Politik muss sich den großen Herausforderungen annehmen. Ein radikaler Systembruch wird zwingend notwendig sein. Dieser muss allerdings sozial verträglich gestaltet werden, damit eine Änderung hin zu mehr Lebensqualität möglich ist. Wir sind sehr froh, dass sich die SPÖ darum kümmert und den intensiven Diskussionsprozess sucht“, sagte David Steiner.

Mehr Informationen zur Themeninitiative finden Sie Hier

Den Aktionsplan „Klimagerechtigkeit“ finden Sie Hier