#unifriert

Petition #unifriert!

Es haben bereits Personen unterschrieben. Unterschreib auch du!

Was ist das für eine Unipolitik? Die Universitäten können sich nicht einmal mehr das Heizen leisten. Wie wollen wir ohne Forschung die Energiewende schaffen? Und wo bleiben die Studierenden?

Den Universitäten fehlen hunderte Millionen Euro bis 2024. „Wir werden nun vor die Entscheidung gestellt, ob wir in den nächsten zwei Jahren Energiepreise und Mieten bezahlen oder die Personalkosten abdecken wollen – beides wird sich nicht ausgehen“, sagt Uniko-Präsidentin Sabine Seidler. Hauptgrund für das Riesenbudgetloch: Die gestiegenen Energiekosten.

Kein Geld für die Heizung: Schon wieder Fernlehre

Das betrifft vor allem die technsichen Universitäten. Wenn das Budgetloch nicht gestopft werde, „gibt es 2024 keine TU Wien mehr“, stellt Seidler lakonisch fest. Die Krise betrifft auch zehntausende Beschäftigte: „Wir frieren am Arbeitsplatz“, sagt einer von ihnen in der „Kleinen Zeitung“.

Die Studierenden fürchten vor allem, dass die Unis wegen Geldmangels auf Fernlehre umstellen. Manche von ihnen haben ihr ganzes Studium lang die Unis kaum von innen gesehen.

 

ÖH-Vorsitzende Sara Velic erinnert daran, dass die Energiekosten nicht wirklich eingespart werden – statt der Unis müssten eben die Studierenden zu Hause die Kosten tragen. Das zu einer Zeit, wo das Leben für viele Studierende schon schwierig genug ist:

 

 

Für viele Studierende, deren Einkommen nicht zum Leben reicht, bedeutet die Teuerung das Ende ihrer Selbstständigkeit:“Vielleicht muss ich zurück zu meinen Eltern ziehen, damit wir weniger Rechnungen pro Monat zahlen müssen. Dann könnte ich aber mein Studium nicht fortführen und weiß nicht, was meine Alternative ist.”

Studierende gehen auf die Straße

Dass Türkis-Grün 2021 das neoliberalste Universitätsgesetz der Geschichte der 2. Republik eingeführt und damit den Druck auf Studierende und junge Wissenschaftler*innen massiv erhöht hat, war offenbar nur der Anfang. Unter diesen Bedingungen können bald nur noch Wohlhabende studieren. Doch die Studierenden kämpfen für ihre Unis. Unter dem #unifriert organisieren sie sich im Netz. Anfang November waren tausende auf der Straße, weitere Proteste sollen folgen.

Keine Forschung – keine Zukunft

SPÖ-Chefin Pamela Rendi Wagner sieht die Energiewende gefährdet, wenn die Universitäten nun Forschungsprojekte streichen müssen und keine Forscher*innen mehr ausbilden können. Ein völliger Aufnahmestopp beim Personal ist jetzt schon Realität.

„Wollen wir, dass Österreich die bevorstehende Wende im Industriesektor, insbesondere im Energiebereich, anpackt und als Standort gestärkt daraus hervorgeht, müssen wir gerade jetzt verstärkt in Forschung investieren.“, sagt Rendi-Wagner.

Die Regierung versenkt Unsummen im Milliardengrab COFAG, für schlecht umgesetzte Einmalzahlungen und eine Senkung der Gewinnsteuern, von der gerade jene Unternehmen, die unter der Teuerung leiden, nicht profitieren. Und da soll ausgerechnet für Investitionen in unsere Zukunft das Geld fehlen?

 

Laut einer Studie des WIFO aus dem Jahr 2022 bringt jeder Euro, der in Universitäten investeirt wird, drei Euro mehr an Staatseinnahmen. Es gibts nichts Kurzsichtigeres, als ausgerechnet dort den Sparstift anzusetzen, während gleichzeitig große Hoteliers und Immobilienmagnaten mit Hilfsgeldern überhäuft werden. Uniko-Präsidentin Seidler befürchtet, dass die Einschnitte die Universitäten „um Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zurückgeworfen“ werfen.

Jetzt Unis und Studierenden helfen!

Wir wollen, dass die Regierung ihr Zukunftsraub-Budget wieder aufschnürt und die Universitäten ausfinanziert. Der Lehrbetrieb muss weitergehen, das Personal, das wir für den Betrieb der Universitäten brauchen, aufgenommen werden, Investitionen in die Forschung verstärkt werden. Finanzieren ließe sich das leicht: Der Gaspreisdeckel würde alle Energiekosten dämpfen, die Übergewinnsteuer das Budgetloch an den Unis stopfen. Es ist eine reine Frage des politischen Willens. Dem Nobelpreisträger zu gratulieren und gleichzeitig die Unis zu ruinieren – das hat keine Zukunft.

Und wir müssen auch den Studierenden unter die Arme greifen. Sie könnten gerade eine Atempause bei den Energiekosten gut brauchen. Auch das ginge – zum Beispiel mit dem Erlass der Dezember-Rechnung.

Unterschreibe hier für unsere Forderungen!

 

Die Sozialdemokratie solidarisiert sich mit den Studierenden, weil sie jetzt Unterstützung brauchen – und weil wir alle eine gute Zukunft wollen.

Folgende Personen haben bereits unsere Petition unterschrieben! Sei dabei!