WIR HABEN GEFRAGT: „WIE WAR DEINE ELTERNKARENZ?“
Österreich ist EU-Schlusslicht bei der Väterkarenz. Das hat verschiedene Gründe. Um Hindernisse aufzuzeigen und Erfahrungen von Eltern sichtbar zu machen, hat SPÖ-Familiensprecher Bernhard Herzog eine Online-Umfrage gemacht. Jetzt präsentieren wir die Ergebnisse.
In Staaten wie Schweden oder Island ist die Karenzzeit von Vätern längst selbstverständlich. Hierzulande bleiben die meisten Männer nach wie vor im Beruf, während Frauen den Großteil der Kinderbetreuung übernehmen. Obwohl Studien klar zeigen, dass eine höhere Väterbeteiligung z.B. zu geringeren Einkommensunterschieden führt, geht in Österreich nicht einmal jeder sechste Vater (16 Prozent) in Karenz. Damit liegt unser Land am Ende der europäischen Rangliste, wenn es um Väterbeteiligung geht.
Die Teilnahme bei der Umfrage war stark: Wir haben 782 Rückmeldungen erhalten. 372 Mütter und 408 Väter sowie 2 Elternteile, die sich weder als Mutter oder Vater identifizieren wollten, brachten damit ihre Lebensrealität in die politische Willensbildung ein.
Jetzt liegen die Ergebnisse vor: Sie zeigen klar, wo die größten Hürden bestehen und welche Veränderungen sich Eltern wünschen. Diese Erkenntnisse werden in die weitere politische Arbeit einfließen.
ES GIBT VIELE GRÜNDE, WARUM DIE VÄTERBETEILIGUNG SO NIEDRIG IST.
Viele Väter berichten von Druck im Job, nicht in Karenz zu gehen bzw. fehlender Unterstützung durch den Arbeitgeber. Auch die Angst vor finanziellen Engpässen ist da, vor allem aufgrund der immer noch hohen Teuerung. Und Väter berichten von gesellschaftlichen Vorurteilen, wenn sie Karenz oder Papamonat beantragen.
Mütter berichten von ähnlichen Problemen, die schon lange bekannt sind: Wiedereinstieg in den Beruf ist schwierig und viel zu oft landen Frauen am beruflichen Abstellgleis.
“Viele Väter wollen in Karenz gehen, werden aber von Arbeitgeber und Umfeld gehindert. Die Gesellschaft ist weiter als das System!”
Was sich die Eltern wünschen und von der Politik fordern:
- Wir brauchen familienfreundliche Unternehmen, die Karenz und Elternteilzeit ohne berufliche Nachteile ermöglichen.
- Wir brauchen kostenfreie, flächendeckende und ganztägige Kindergärten, damit Beruf und Familie tatsächlich vereinbar sind.
- Und wir müssen gleichberechtigte Elternschaft unterstützen, damit auch im Haushalt und bei der Kindererziehung ein echtes Halbe-Halbe möglich ist.
Bernhard Herzog startet Eltern-Netzwerk
Familien müssen ernst genommen werden: Reden wir ehrlich über Elternschaft!
An alle Mamas und Papas: Berichtet über das echte Familienleben! Wie schaut es auch mit gleichberechtigter Elternschaft? Was kann die Politik machen?
Hier anmelden und in Kontakt bleiben mit dem SPÖ-Familiensprecher Bernhard Herzog:



























