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Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2024 an Richard Cockett verliehen

16.10.2025

Der Historiker und Journalist Richard Cockett ist mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2024 ausgezeichnet worden. Er erhielt den Hauptpreis für sein Werk „Stadt der Ideen. Als Wien die moderne Welt erfand“, das 2024 im Molden Verlag erschienen ist. Die Preisverleihung im Wiener Rathaus fand unter Anwesenheit zahlreicher Vertreter*innen aus Politik, Kultur und Wirtschaft statt. Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig hielt die Laudatio, Hannes Swoboda führte als Vorsitzender der Jury in die Preisvergabe ein.

Der Historiker und Journalist Richard Cockett ist mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch 2024 ausgezeichnet worden. Er erhielt den Hauptpreis für sein Werk „Stadt der Ideen. Als Wien die moderne Welt erfand“, das 2024 im Molden Verlag erschienen ist. Die Preisverleihung im Wiener Rathaus fand unter Anwesenheit zahlreicher Vertreter*innen aus Politik, Kultur und Wirtschaft statt. Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig hielt die Laudatio, Hannes Swoboda führte als Vorsitzender der Jury in die Preisvergabe ein.

Seit 1993 wird vom Karl-Renner-Institut in Zusammenarbeit mit dem SPÖ-Parlamentsklub und der sozialdemokratischen Bildungsorganisation jährlich der Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch verliehen. Dieses Jahr ging der Hauptpreis an Richard Cockett für sein herausragendes Werk „Stadt der Ideen. Als Wien die moderne Welt erfand“ (Molden 2024).

Richard Cockett ist Historiker, langjähriger Redakteur bei „The Economist“ und Autor mehrerer Bücher zu Politik und Gesellschaft. In seinem umfassenden Werk „Stadt der Ideen“ führt er uns auf eindrucksvolle Weise die Bedeutung Wiens als intellektuelles und kulturelles Zentrum von Weltrang vor Augen. Wien sei eine Innovationsmatrix gewesen, deren Beitrag für die Geistesgeschichte der Welt des 20. Jahrhunderts mit politischer Innovation und gesellschaftlicher Vision nicht zu überschätzen sei. Widerstreit und gegenseitige Befruchtung vielfältiger Sprachen, Ideologien und Kulturen war das Triebmittel dieser Versuchsstation der Moderne.

Städte als Orte des Dialogs, der Kreativität und des Fortschritts

Mit einer gelungenen Verbindung von fundierter Recherche und erzählerischem Talent zeigt der Autor, wie Wien als Stadt des Austauschs und der Auseinandersetzung maßgeblich zur Gestaltung moderner Demokratien beigetragen hat. Der Bogen reicht vom Wiener Kaffeehaus und gesellschaftlichen Gegenentwurf des Roten Wiens über Hollywood-Western und Sex sells bis hin zu Einkaufszentren und der Wissensgesellschaft. All das hat seine Wurzeln in Wien.

Cockett stellt nicht nur historische Perspektiven umfassend dar, sondern bettet diese für die Leser*innen sehr erkenntnisreich in einen aktuellen Kontext ein. Mit Fug und Recht verweist er darauf, dass all jene, die an einen europäischen Kulturraum glauben, sich für die moderne Geschichte dieser Stadt begeistern sollten. Der Journalist verdeutlicht, wie eine Rückbesinnung auf die progressiven Ideen der Vergangenheit auch in der Gegenwart Lösungsansätze für soziale, politische und kulturelle Probleme bieten kann.

Das Buch ist nicht nur ein Loblied auf Wien, sondern auch ein Plädoyer für die Bedeutung von Städten als Orte des Dialogs, der Kreativität und des Fortschritts. In der geistigen Tradition von Bruno Kreisky betont Cockett die Notwendigkeit eines offenen, pluralistischen, kosmopolitischen und solidarischen Denkens, das weit über nationale Grenzen hinausweist.

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