In Österreich verdienen Frauen immer noch um 17,6 Prozent weniger als Männer, obwohl sie bestens qualifiziert sind und mehr Stunden täglich – viele davon unbezahlt – arbeiten. Diese und weitere strukturelle Benachteiligungen führen in weiterer Folge u.a. auch zu niedrigeren Pensionen und Altersarmut.
Unsere Frauensprecherin Sabine Schatz mahnt deshalb konsequente Schritte für mehr Gleichstellung ein. Zentrale Hebel sind verpflichtende Frauenquoten, ein starker Gewaltschutz und transparente Gehälter. „Solange Einkommen im Verborgenen bleiben, bleibt auch die Ungleichheit unsichtbar. Transparente Gehälter sind ein zentraler Hebel im Kampf gegen unfaire Lohnunterschiede“, so Schatz. „Die Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie ist das Gebot der Stunde“, betont unsere Bundesfrauengeschäftsführerin Ruth Manninger.
Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner hat im Vorfeld des Weltfrauentags bei einer Pressekonferenz angekündigt, dass die Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie bis zum Sommer im Parlament beschlossen werden soll. Bis Mitte des Jahres soll außerdem der Unterstützungsfonds für Alleinerziehende auf den Weg gebracht werden. Zudem soll die Gender-Medizin ausgebaut sowie das Sexualstrafrecht weiterentwickelt und verschärft werden.
Ein zentrales Anliegen der SPÖ Frauen bleibt der umfassende Schutz vor Gewalt. Bereits umgesetzt wurde die Forderung nach einem Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt gegen Frauen. „Alle Ressorts müssen konsequent die Lücken im Gewaltschutz schließen. Das ist ein Schlüssel im Kampf gegen Gewalt an Frauen“, betont Manninger. Jede Frau muss frei von Angst leben können – zuhause, am Arbeitsplatz und im öffentlichen Raum.
Neben Maßnahmen zum Schließen der Lohnschere und Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen sei auch Bewusstseinsbildung notwendig, wie Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner betont. Deshalb hat sie die Kampagne „Gerecht oder Geschlecht?“ gestartet, bei der anhand von plakativen Alltagsfragen bestehende Ungleichheiten thematisiert werden.