Die immerwährende Neutralität ist ein zentraler Grundpfeiler der Republik Österreich und ein wichtiger Beitrag zu Frieden und Sicherheit. Gerade angesichts internationaler Konflikte und zunehmender Spannungen gilt es, diese Werte zu schützen und die Solidarität in der Gesellschaft zu stärken.
Österreich ist ein Land mit einer starken Demokratie, einem leistungsfähigen Sozialstaat und einem hohen Maß an sozialer Sicherheit. Viele dieser Errungenschaften wurden über Generationen hart erkämpft. Die Sozialdemokratie hat dabei entscheidende Verbesserungen durchgesetzt – von fairen Arbeitsbedingungen über eine gute öffentliche Gesundheitsversorgung bis hin zu sicheren Pensionen. „Heute gilt es, diese Errungenschaften zu schützen, unsere Demokratie zu stärken und die soziale Sicherheit weiter auszubauen“, betont Philip Kucher. Dazu gehöre auch, Demokratie und Rechtsstaat gegen Bedrohungen von innen und außen zu verteidigen. Eine gut ausgestattete Polizei und ein starkes, handlungsfähiges Bundesheer leisten dafür einen unverzichtbaren Beitrag. Sie schützen die Freiheit und Sicherheit der Menschen und stärken die Widerstandsfähigkeit Österreichs.
Für Eva-Maria Holzleitner ist der Nationalfeiertag auch ein Auftrag, Österreich gerechter zu machen. Denn von echter Gleichstellung sind wir noch immer weit entfernt. Frauen verdienen weniger als Männer, übernehmen den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit und sind häufiger von Altersarmut betroffen. „Unsere Republik lebt vom Versprechen, dass alle Menschen die gleichen Chancen auf ein gutes und selbstbestimmtes Leben haben“, betont Holzleitner. Deshalb setzt sich die SPÖ für gleichen Lohn für gleiche Arbeit durch echte Lohntransparenz, eine gerechte Aufteilung der unbezahlten Sorgearbeit und konsequenten Gewaltschutz ein. Ziel ist eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer tatsächlich die gleichen Chancen haben.
Der Nationalfeiertag ist nicht nur ein Anlass, auf das Erreichte zurückzublicken, sondern auch eine Verpflichtung für die Zukunft. „Dieses Erbe ist für uns Verpflichtung und Ansporn, Österreich weiter voranzubringen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und dafür zu sorgen, dass alle Menschen eine gute Zukunft haben“, bekräftigen Holzleitner und Kucher.
Am 26. Oktober 1955 beschloss der österreichische Nationalrat das Bundesverfassungsgesetz über die immerwährende Neutralität Österreichs. Damit verpflichtete sich Österreich, keinem militärischen Bündnis beizutreten und keine militärischen Stützpunkte fremder Staaten auf seinem Gebiet zuzulassen. Für das Neutralitätsgesetz stimmten SPÖ, ÖVP und KPÖ. Dagegen stimmte der Verband der Unabhängigen (VdU), die Vorgängerpartei der heutigen FPÖ. Seit 1965 wird der 26. Oktober als österreichischer Nationalfeiertag begangen.